Das Gebet für alle Menschen
Paulus bittet zuerst darum, dass für alle Menschen gebetet wird, auch für Könige, denn unser Vater will, dass alle Menschen gerettet werden, und ein Mittler, Christus Jesus, hat sich für alle gegeben. Dann sollen die Männer ohne Zorn beten und die Frauen sich anständig kleiden, still lernen und nicht lehren.
2 1Vor allem also ermahne ich, dass man Bitten, Gebete, Fürbitten und Danksagungen für alle Menschen darbringe, 2für die Könige und für alle, die in Amt und Würden sind, damit wir ein ruhiges und stilles Leben führen können in aller Frömmigkeit und Ehrbarkeit. 3Das ist gut und wohlgefällig vor unserem Vater, unserem Retter, 4der will, dass allen Menschen geholfen werde und sie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen. 5Denn es ist ein Vater und ein Mittler zwischen dem Vater und den Menschen, der Mensch Christus Jesus, 6der sich selbst gab als Lösegeld für alle — das Zeugnis, das zur rechten Zeit gegeben wurde. 7Dazu bin ich eingesetzt als Prediger und Apostel — ich sage die Wahrheit und lüge nicht —, als Lehrer der Völker im Glauben und in der Wahrheit. 8So will ich nun, dass die Männer an allen Orten beten und heilige Hände aufheben ohne Zorn und Streit.
9Ebenso sollen die Frauen sich anständig kleiden, mit Schamhaftigkeit und Besonnenheit, nicht mit geflochtenem Haar, mit Gold, Perlen oder kostbaren Kleidern, 10sondern mit guten Werken, wie es sich für Frauen ziemt, die sich zur Ehrfurcht vor unserem Vater bekennen. 11Eine Frau lerne in der Stille und in aller Unterordnung. 12Einer Frau gestatte ich nicht, dass sie lehre oder über einen Mann herrsche; sie soll vielmehr still sein. 13Denn Adam wurde zuerst gebildet, danach Eva. 14Und Adam wurde nicht verführt, die Frau aber wurde verführt und fiel in Übertretung. 15Sie wird aber gerettet werden durch das Gebären von Kindern, wenn sie bleiben im Glauben, in der Liebe, in der Heiligung, mit Besonnenheit. a a v15 Das Fürwort wechselt von „sie“ (Einzahl) zu „sie“ (Mehrzahl) — wie im Urtext —, was sich wahrscheinlich auf die Frauen im Allgemeinen bezieht, die in diesen Tugenden bleiben.