David schreit aus der Höhle
Ein Weisheitspsalm Davids, als er in der Höhle war. Ein Gebet.
David betet in einer Höhle und beschreibt völlige Verlassenheit: Schau zu meiner Rechten — niemand kennt mich, keine Zuflucht bleibt, niemand fragt nach meinem Leben. Er nennt seinen Vater seinen Anteil im Land der Lebenden und bittet darum, aus dem Gefängnis geführt zu werden.
142 1Mit meiner Stimme schreie ich zu meinem Vater; mit meiner Stimme flehe ich ihn um Erbarmen an. a a v1 Ein Maskil ist ein besinnliches Lehrlied – ein Psalm, der bedacht und nicht nur gesungen werden soll. 2Ich schütte meine Klage vor ihm aus; vor ihm bringe ich meine Not zur Sprache. 3Wenn mein Geist in mir verzagt, kennst du doch meinen Weg. Auf dem Pfad, den ich gehe, haben sie mir eine Falle gelegt. 4Schau zu meiner Rechten und sieh – da ist niemand, der mich kennt; keine Zuflucht bleibt mir; niemand fragt nach meinem Leben. 5Ich schreie zu dir, mein Vater; ich sage: „Du bist meine Zuflucht, mein Anteil im Land der Lebenden.“ 6Höre auf mein Schreien, denn ich bin sehr elend geworden. Rette mich vor denen, die mich verfolgen, denn sie sind mir zu stark. 7Führe meine Seele aus dem Gefängnis, damit ich deinem Namen danke. Die Gerechten werden sich um mich sammeln, denn du wirst so gut zu mir sein.