Vereint in Liebe
Paulus bittet um Einheit und gründet sie darauf, dass Christus hinab statt hinauf ging: Er entäußerte sich selbst, nahm die Gestalt eines Knechtes an und war gehorsam bis zum Tod am Kreuz, bevor unser Vater ihn zum höchsten Namen erhöhte. Er sendet auch Timotheus und Epaphroditus.
2 1Wenn es nun bei euch Ermahnung in Christus gibt, wenn Trost der Liebe, wenn tiefe Gemeinschaft im Heiligen Geist, wenn herzliche Zuneigung und Erbarmen, 2so macht meine Freude vollkommen: Seid eines Sinnes, habt die gleiche Liebe, seid einmütig im Geist und einig in eurem Streben. 3Tut nichts aus Selbstsucht oder eitler Ruhmsucht, sondern in Demut achte einer den andern höher als sich selbst. 4Ein jeder sehe nicht nur auf das Seine, sondern auch auf das, was dem andern dient.
5Habt diese Gesinnung unter euch, die auch in Christus Jesus die eure ist, 6der, in der Gestalt unseres Vaters seiend, es nicht für einen Raub hielt, unserem Vater gleich zu sein, 7sondern entäußerte sich selbst, indem er die Gestalt eines Knechtes annahm und den Menschen gleich wurde. 8Und als Mensch erschienen, erniedrigte er sich selbst und wurde gehorsam bis zum Tod, ja bis zum Tod am Kreuz. 9Darum hat ihn unser Vater aufs Höchste erhöht und ihm den Namen gegeben, der über allen Namen ist, 10damit sich im Namen Jesu jedes Knie beuge, im Himmel und auf Erden und unter der Erde, 11und jede Zunge bekenne, dass Jesus Christus der Herr ist, zur Ehre unseres Vaters.
Kinder des Vaters, leuchtende Sterne
12Darum, meine Lieben, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid — nicht nur in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch viel mehr in meiner Abwesenheit —, wirkt euer Heil mit Furcht und Zittern, 13denn unser Vater ist es, der in euch wirkt, beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem guten Wohlgefallen.
14Tut alles ohne Murren und Streit, 15damit ihr untadelig und lauter seid, makellose Kinder unseres Vaters inmitten eines verkehrten und verdorbenen Geschlechts, unter dem ihr leuchtet wie Sterne in der Welt, 16indem ihr festhaltet am Wort des Lebens, mir zum Ruhm am Tage Christi, dass ich nicht vergeblich gelaufen bin noch vergeblich gearbeitet habe. 17Und wenn ich auch als Trankopfer über dem Opfer und dem Dienst eures Glaubens ausgegossen werde, so freue ich mich und freue mich mit euch allen. a a v17 Ein Trankopfer war Wein, der beim Gottesdienst am Altar ausgegossen wurde; Paulus stellt sich sein Leben als über ihren Glauben ausgegossen vor. 18Ebenso sollt auch ihr euch freuen und euch mit mir freuen.
Timotheus und Epaphroditus
19Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu senden, damit auch ich ermutigt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht. 20Denn ich habe sonst niemanden, der so gesinnt ist wie er und der sich so aufrichtig um euer Wohl sorgen wird. 21Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, was Jesu Christi ist. 22Ihr aber wisst, dass er sich bewährt hat: Wie ein Sohn dem Vater, so hat er mit mir gedient am Werk des Evangeliums. 23Ihn hoffe ich nun zu senden, sobald ich absehen kann, wie es um mich steht. 24Ich vertraue aber in dem Herrn, dass auch ich selbst bald kommen werde.
25Ich hielt es aber für nötig, Epaphroditus zu euch zu senden, meinen Bruder, Mitarbeiter und Mitstreiter, euren Boten und Diener in meiner Not. 26Denn er sehnte sich nach euch allen und war bekümmert, weil ihr gehört hattet, dass er krank geworden war. 27Und er war auch todkrank und nahe daran zu sterben. Aber unser Vater hat sich über ihn erbarmt; nicht allein aber über ihn, sondern auch über mich, damit ich nicht Trauer über Trauer erlitte. 28Umso eiliger habe ich ihn nun gesandt, damit ihr ihn wiederseht und euch freut und ich weniger Sorge habe. 29So nehmt ihn nun auf in dem Herrn mit aller Freude und haltet solche Menschen in Ehren, 30denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tod nahe gekommen und hat sein Leben gewagt, um mir den Dienst zu leisten, den ihr mir nicht leisten konntet.