Der Sohn des Vaters stellt sich dem Versucher
Hungrig nach vierzig Tagen antwortet Jesus dem Versucher dreimal aus dem Wort seines Vaters, statt irgendetwas zu beweisen. Danach lässt er sich in Kapernaum nieder, ruft Fischer, die sofort ihre Netze liegen lassen, und aus allen Richtungen kommen Scharen und bringen alle, die sonst niemand heilen konnte.
4 1Dann führte der Heilige Geist Jesus in die Wüste, damit er vom Teufel versucht würde. 2Und nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte gefastet hatte, hungerte ihn. 3Da trat der Versucher heran und sagte: „Wenn du der Sohn Gottes bist, so befiehl, dass diese Steine zu Brot werden.“
4Er aber antwortete: „Es steht geschrieben: ‚Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort aus dem Mund unseres Vaters.‘“
5Da nahm ihn der Teufel mit in die heilige Stadt und stellte ihn auf die höchste Stelle des Tempels 6und sagte zu ihm: „Wenn du Gottes Sohn bist, so wirf dich hinab; denn die Schrift sagt: ‚Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.‘“
7Jesus sagte zu ihm: „Wiederum steht geschrieben: ‚Du sollst deinen Vater nicht auf die Probe stellen.‘“
8Wiederum nahm ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit 9und sagte zu ihm: „Das alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest.“
10Da sagte Jesus zu ihm: „Weg mit dir, Satan! Denn die Schrift sagt: ‚Du sollst deinen Vater anbeten und ihm allein dienen.‘“
11Da verließ ihn der Teufel, und siehe, Engel traten herzu und dienten ihm.
Das Licht geht auf in Galiläa
12Als er nun hörte, dass Johannes gefangen genommen worden war, zog er sich nach Galiläa zurück. 13Er verließ Nazareth und ließ sich in Kapernaum nieder, das am See liegt, im Gebiet von Sebulon und Naftali, 14damit erfüllt würde, was durch den Propheten Jesaja gesagt worden ist: 15„Das Land Sebulon und das Land Naftali, der Weg am Meer, jenseits des Jordan, das Galiläa der Heiden, 16das Volk, das in der Finsternis sitzt, hat ein großes Licht gesehen, und denen, die im Land und Schatten des Todes sitzen, ist ein Licht aufgegangen.“
17Von da an begann Jesus zu predigen und zu sagen: „Kehrt um, denn das Reich unseres Vaters ist nahe.“
Jesus beruft seine ersten Jünger
18Als er am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas, wie sie ein Netz in den See warfen; denn sie waren Fischer.
19Und er sagte zu ihnen: „Folgt mir nach, und ich will euch zu Menschenfischern machen.“
20Sogleich verließen sie ihre Netze und folgten ihm nach. 21Und als er von dort weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und Johannes, seinen Bruder, im Boot mit ihrem Vater Zebedäus, wie sie ihre Netze flickten, und er rief sie. 22Sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten ihm nach.
Der Vater heilt durch seinen Sohn
23Und er zog umher in ganz Galiläa, lehrte in ihren Synagogen und verkündete die gute Botschaft vom Reich und heilte alle Krankheiten und alle Gebrechen im Volk. 24Und die Kunde von ihm verbreitete sich durch ganz Syrien. Und sie brachten zu ihm alle Kranken, die mit mancherlei Krankheiten und Schmerzen behaftet waren, die von Dämonen Besessenen, die Mondsüchtigen und die Gelähmten; und er heilte sie. 25Und große Menschenmengen folgten ihm nach aus Galiläa, der Dekapolis, Jerusalem, Judäa und von jenseits des Jordan. a a v25 Die Dekapolis war eine Gruppe von zehn überwiegend heidnischen Städten östlich und südöstlich des Sees von Galiläa.