Einer trage des anderen Last
Bringt den, der von einer Sünde übereilt wird, sanftmütig zurecht, tragt einer des anderen Last und prüft immer wieder euer eigenes Werk. Unser Vater lässt sich nicht spotten, und Säen hat eine Ernte. Paulus nimmt selbst die Feder: Wer zur Beschneidung drängt, will dem Kreuz ausweichen; er aber rühmt sich keiner anderen Sache.
6 1Brüder, wenn jemand von einer Sünde übereilt wird, so bringt ihn, die ihr geistlich seid, mit Sanftmut wieder zurecht. Und sieh auf dich selbst, dass du nicht auch versucht wirst. 2Einer trage des anderen Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfüllen. 3Denn wenn jemand meint, er sei etwas, obwohl er doch nichts ist, der betrügt sich selbst. 4Ein jeder aber prüfe sein eigenes Werk. Dann wird er seinen Ruhm bei sich selbst haben und nicht im Vergleich mit dem anderen. 5Denn ein jeder wird seine eigene Bürde tragen müssen. a a v5 Diese persönliche „Bürde“ ist die alltägliche Verantwortung — anders als die schwere Krisenlast, die „Last“ von Vers 2. 6Wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, Anteil an allen Gütern.
7Lasst euch nicht täuschen — unser Vater lässt sich nicht spotten: Was der Mensch sät, das wird er auch ernten. 8Wer auf seine sündige Natur sät, der wird von ihr Verderben ernten; wer aber auf den Heiligen Geist sät, der wird vom Geist das ewige Leben ernten. 9Lasst uns nicht müde werden, Gutes zu tun — zu seiner Zeit werden wir ernten, wenn wir nicht aufgeben. 10So lasst uns nun, solange wir Gelegenheit haben, allen Gutes tun — am meisten aber denen, die zur Hausgemeinschaft des Glaubens gehören.
Der Ruhm allein im Kreuz
11Seht, mit wie großen Buchstaben ich euch schreibe mit eigener Hand! 12Die euch zur Beschneidung drängen, wollen gut dastehen. Sie tun dies nur, um nicht wegen des Kreuzes Christi verfolgt zu werden. 13Denn nicht einmal die Beschnittenen selbst halten das Gesetz; sie wollen aber, dass ihr euch beschneiden lasst, damit sie sich eures Fleisches rühmen können. 14Ich aber will mich niemals rühmen als allein des Kreuzes unseres Herrn Jesus Christus, durch das mir die Welt gekreuzigt ist und ich der Welt. 15Weder Beschneidung noch Unbeschnittensein gilt etwas; allein eine neue Schöpfung gilt. 16Friede und Erbarmen über alle, die sich nach dieser Richtschnur richten, und über das Israel unseres Vaters.
17Von nun an mache mir niemand weiter Mühe, denn ich trage die Malzeichen Jesu an meinem Leib. b b v17 Die „Malzeichen“ des Paulus sind die Narben, die die Schläge und Leiden hinterließen, die er für die Verkündigung Jesu ertrug.
18Die Gnade unseres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, Brüder. Amen.