Das Wort ergeht an Joel
Eine verheerende Heuschreckenplage wird zum Bild des kommenden Tages des HERRN — und zu einem dringlichen Ruf zur Umkehr. Der Ruf des Vaters gilt nicht zerrissenen Kleidern, sondern gewendeten Herzen.
1 1Das Wort unseres Vaters, das an Joel, den Sohn Petuëls, erging. a a v1 Die Propheten selbst nannten den Vater — Jesaja 63,16; Jeremia 31,9; Maleachi 2,10 —, darum gibt die FHB JHWH hier mit „unser Vater“ wieder und spiegelt so, was sie offenbart haben. 2Hört dies, ihr Ältesten; horcht auf, alle Bewohner dieses Landes. Ist so etwas geschehen in euren Tagen oder in den Tagen eurer Väter? 3Erzählt euren Kindern davon, und eure Kinder sollen es ihren Kindern erzählen und ihre Kinder dem folgenden Geschlecht. 4Was die Nagerheuschrecke übrig ließ, fraß die Wanderheuschrecke; was die Wanderheuschrecke übrig ließ, fraß die Springheuschrecke; und was die Springheuschrecke übrig ließ, fraß die Fresserheuschrecke. b b v4 Die vier Wörter benennen aufeinanderfolgende Schwärme oder Arten von Heuschrecken; das Hebräische häuft sie, um die völlige Verwüstung zu zeigen — was ein Schwarm verschonte, verschlang der nächste. 5Wacht auf, ihr Trunkenen, und weint; heult, alle ihr Weintrinker, über den süßen Wein, denn er ist von euren Lippen weggerissen.
6„Denn ein Volk ist über mein Land hergefallen, mächtig und ohne Zahl; seine Zähne sind Löwenzähne, und es hat das Gebiss einer Löwin. 7Es hat meine Weinstöcke verwüstet und meinen Feigenbaum zersplittert; es hat ihre Rinde abgeschält und weggeworfen, sodass ihre Zweige kahl und weiß daliegen.“
8Klage wie eine Jungfrau, die das Trauergewand angelegt hat um den Mann ihrer Jugend. 9Speisopfer und Trankopfer sind weggerissen vom Haus unseres Vaters; die Priester, die Diener unseres Vaters, trauern. c c v9 „Haus unseres Vaters“ ersetzt das „Haus des HERRN“ anderer englischer Übersetzungen, um die beziehungshafte Bedeutung wiederzugewinnen — Gottes Haus ist das Zuhause des Vaters. 10Das Feld ist verwüstet, der Erdboden trauert; denn das Korn ist vernichtet, der junge Wein vertrocknet, das Öl versiegt. 11Schämt euch, ihr Ackerleute; heult, ihr Winzer, über den Weizen und die Gerste, denn die Ernte des Feldes ist verloren. 12Der Weinstock ist verdorrt, und der Feigenbaum verwelkt; der Granatbaum, die Palme und der Apfelbaum — alle Bäume des Feldes sind verdorrt. Ja, die Freude ist geschwunden bei allen Menschen.
Kehrt zurück zu eurem Vater
13Legt Trauergewänder an und klagt, ihr Priester; heult, ihr Diener des Altars. Kommt, verbringt die Nacht in Trauergewändern, ihr Diener meines Vaters; denn Speisopfer und Trankopfer sind dem Haus eures Vaters vorenthalten. 14Ruft ein Fasten aus; beruft eine heilige Versammlung. Versammelt die Ältesten und alle Bewohner des Landes zum Haus unseres Vaters und schreit zu unserem Vater. 15Wehe über den Tag! Denn der Tag unseres Vaters ist nahe, und er kommt wie eine Verwüstung vom Allmächtigen. d d v15 Andere Übersetzungen lesen „Tag des HERRN“. Die FHB nennt die Person, deren Tag dies ist: unser Vater, der kommt, um seine Kinder zu verteidigen und wiederherzustellen. 16Ist nicht die Nahrung vor unseren Augen weggerissen — Freude und Frohsinn geschwunden aus dem Haus unseres Vaters? 17Die Saatkörner verschrumpeln in der dürren Erde; die Vorratshäuser sind verödet, die Scheunen niedergerissen, denn das Korn ist verdorrt. 18Wie stöhnt das Vieh! Die Rinderherden irren verwirrt umher, weil sie keine Weide haben; auch die Schafherden leiden. 19Zu dir, unser Vater, rufe ich, denn Feuer hat die Auen der Wüste verzehrt, und Flammen haben alle Bäume des Feldes verbrannt. 20Auch die wilden Tiere schreien zu dir, denn die Bäche sind vertrocknet, und Feuer hat die Auen der Wüste verzehrt.