Ephraims Fall aus der Herrlichkeit
Ephraim war einst gefürchtet und stirbt jetzt, mit Götterbildern, die Handwerker machten, und einem Wohlstand, der das Vergessen nährte. Unser Vater sagt, er werde ihnen begegnen wie eine Bärin, der die Jungen geraubt wurden. Eine Zeile über das Loskaufen aus dem Grab blitzt auf, dann endet es in entsetzlicher Gewalt.
13 1Wenn Ephraim redete, herrschte Zittern; er war erhaben in Israel. Aber er lud Schuld auf sich durch Baal, und er starb.
2Und nun sündigen sie immer mehr und machen sich gegossene Götzenbilder—silberne Bilder, geformt nach ihrem eigenen Können, allesamt das Werk von Handwerkern. Zu diesen sagen sie: „Die opfern, sollen die Kälber küssen!“ 3Darum werden sie sein wie der Morgennebel, wie der Tau, der früh vergeht, wie die Spreu, die von der Tenne wirbelt, und wie der Rauch aus einem Fenster.
4Ich aber bin dein Vater, der dich aus dem Land Ägypten herausgeführt hat; du kennst keinen Vater außer mir, und außer mir gibt es keinen Retter. 5Ich war es, der dich kannte in der Wüste, im Land der brennenden Dürre. 6Als ich sie weidete, wurden sie satt; sie wurden satt, und ihr Herz wurde stolz; darum vergaßen sie mich. 7So bin ich ihnen geworden wie ein Löwe; wie ein Leopard lauere ich am Weg. 8Ich werde über sie herfallen wie eine Bärin, der man die Jungen geraubt hat; ich werde die Hülle ihres Herzens aufreißen. Dort werde ich sie verschlingen wie ein Löwe, wie ein wildes Tier sie zerreißen würde.
9Israel, du bringst Verderben über dich selbst, weil du gegen mich bist—gegen deinen Helfer. 10Wo ist nun dein König, dass er dich rette in allen deinen Städten? Wo sind deine Herrscher, von denen du sagtest: „Gib mir einen König und Fürsten“? 11Ich gab dir einen König in meinem Zorn, und in meinem Grimm nahm ich ihn wieder weg.
12Die Schuld Ephraims ist versiegelt; seine Sünde ist aufbewahrt. 13Die Wehen der Geburt kommen über ihn, aber er ist ein unweiser Sohn; denn wenn die Zeit gekommen ist, tritt er nicht hervor aus dem Muttermund. a a v13 Das Bild ist das eines Kindes, das sich weigert, bei der Geburt hervorzukommen — Ephraim ist zu töricht, um auf die Krise zu antworten, die nach Umkehr ruft.
14Aus der Gewalt des Grabes will ich sie loskaufen; vom Tod will ich sie erlösen. Wo, o Tod, sind deine Plagen? Wo, o Grab, ist dein Verderben? Reue ist verborgen vor meinen Augen. b b v14 Als Jesus aus dem Grab auferstand, wandelte unser Vater eben diese Worte in einen Siegesruf — Paulus lässt sie widerhallen: „Tod, wo ist dein Stachel?“ Das Grab konnte die Kinder nicht halten, die unser Vater loszukaufen kam.
15Mag er auch gedeihen unter dem Schilf, ein Ostwind wird kommen—ein Wind unseres Vaters, der aus der Wüste aufsteigt. Seine Quelle wird versiegen und sein Brunnen vertrocknen; der Ostwind wird seine Schatzkammer plündern um jedes kostbare Ding. 16Samaria wird seine Schuld tragen, weil es sich gegen seinen Vater aufgelehnt hat. Sie werden fallen durch das Schwert; ihre Kleinen werden zerschmettert und ihre schwangeren Frauen aufgeschlitzt.