Der Vater ruft seinen Sohn nach Hause
Der Ton hier ist der unseres Vaters. Er lehrte Ephraim gehen, hob ihn hoch und bückte sich, um ihn zu füttern, und wurde verlassen. Dann die Wende, wie könnte ich dich aufgeben, und er sagt, er werde seinem Zorn nicht nachgeben, weil er kein Mensch ist.
11 1Als Israel ein Kind war, liebte ich es, und aus Ägypten rief ich meinen Sohn.
2Je mehr man sie rief, desto mehr wandten sie sich ab; sie opferten immerfort den Baalen und brachten den geschnitzten Bildern Räucherwerk dar. 3Und doch war ich es, der Ephraim das Gehen lehrte und sie auf meine Arme nahm; aber sie erkannten nicht, dass ich sie heilte. 4Ich zog sie mit Seilen der Güte, mit Banden der Liebe; ich war wie einer, der das Joch von ihren Kinnbacken hebt, und ich beugte mich hinab, um sie zu speisen.
5Sie werden nicht in das Land Ägypten zurückkehren, sondern Assur wird ihr König sein, weil sie sich weigerten umzukehren. 6Das Schwert wird gegen ihre Städte wirbeln, die Riegel ihrer Tore verzehren und sie verschlingen um ihrer eigenen Ränke willen. 7Mein Volk ist entschlossen, sich von mir abzuwenden; und wenn sie auch den Höchsten anrufen, so wird er sie doch keineswegs erheben.
8Wie könnte ich dich preisgeben, Ephraim? Wie könnte ich dich ausliefern, Israel? Wie könnte ich dich wie Adma machen? Wie könnte ich mit dir verfahren wie mit Zebojim? Mein Herz sträubt sich in mir; mein Erbarmen entbrennt warm und zart. a a v8 Hier wendet sich das Herz des Vaters gegen das Gericht, das sein Volk verdient — er bringt es nicht über sich, seine Kinder aufzugeben. Das ist die einlenkende, nachgehende Liebe im innersten Zentrum dessen, wer er ist. 9Ich will nicht nach meinem grimmigen Zorn handeln; ich will Ephraim nicht abermals verderben. Denn ich bin dein Vater und kein Mensch, der Heilige in deiner Mitte, und ich will nicht in Zorn kommen. 10Sie werden unserem Vater nachfolgen; er wird brüllen wie ein Löwe. Wenn er brüllt, werden seine Kinder zitternd vom Westen her kommen. 11Sie werden zitternd wie Vögel aus Ägypten kommen, wie Tauben aus dem Land Assur, und ich will sie in ihren Häusern wohnen lassen, spricht unser Vater.
12Ephraim hat mich mit Lügen umgeben und das Haus Israel mit Betrug; aber Juda wandelt noch mit unserem Vater und ist dem Heiligen treu.