Einander lieben wie eine Familie
Abschließende Anweisungen für das alltägliche Leben: liebt einander weiter, nehmt Fremde auf, denkt an die Gefangenen, als wärt ihr neben ihnen angekettet, haltet die Ehe in Ehren, bleibt frei von Geldliebe. Jesus litt außerhalb des Tores, darum geht zu ihm hinaus, denn diese Stadt ist nicht die bleibende, und unser Vater ist unser Helfer.
13 1Lasst die Liebe zueinander als Familie fortdauern. 2Vergesst die Gastfreundschaft gegenüber Fremden nicht; durch sie haben einige, ohne es zu wissen, Engel beherbergt. 3Denkt an die Gefangenen, als wärt ihr mit ihnen gefesselt, und an die Misshandelten, denn auch ihr lebt noch im Leib. 4Die Ehe soll bei allen in Ehren gehalten werden und das Ehebett rein bleiben—unser Vater wird die Unzüchtigen und die Ehebrecher richten.
5Haltet euer Leben frei von der Geldgier; seid zufrieden mit dem, was ihr habt, denn unser Vater selbst hat gesagt: „Ich will dich niemals verlassen und dich niemals im Stich lassen.“
6Darum sagen wir voller Zuversicht: Unser Vater ist mein Helfer; ich will mich nicht fürchten. Was kann mir ein Mensch tun? a a v6 Der Schreiber zitiert Psalm 118,6 — den Vertrauensruf, den jedes Bundeskind spricht, das unseren Vater als seinen Helfer gefunden hat.
7Denkt an eure Leiter, die euch das Wort unseres Vaters gesagt haben. Betrachtet den Ausgang ihres Lebenswandels und ahmt ihren Glauben nach. 8Jesus Christus ist derselbe gestern und heute und in Ewigkeit. 9Lasst euch nicht von fremden, mancherlei Lehren fortreißen. Es ist gut, dass das Herz durch Gnade gestärkt wird, nicht durch Speisen—die, die danach leben, haben keinen Gewinn davon. 10Wir haben einen Altar, von dem zu essen denen kein Recht zusteht, die dem Zelt dienen. 11Denn die Leiber der Tiere, deren Blut der Hohepriester für die Sünde in das Heiligtum bringt, werden außerhalb des Lagers verbrannt. 12Darum hat auch Jesus außerhalb des Tores gelitten, um das Volk durch sein eigenes Blut heilig zu machen. 13So lasst uns nun zu ihm hinausgehen, außerhalb des Lagers, und die Schmach tragen, die er ertragen hat. 14Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern wir suchen die zukünftige, die kommen soll.
15Durch ihn nun lasst uns unserem Vater allezeit ein Lobopfer darbringen—die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen. 16Vergesst nicht, Gutes zu tun und zu teilen, was ihr habt—denn solche Opfer gefallen unserem Vater.
17Gehorcht euren Leitern und ordnet euch ihnen unter—sie wachen über eure Seelen, da sie für euch Rechenschaft ablegen müssen. Lasst sie dies mit Freude tun und nicht mit Seufzen, denn das brächte euch keinen Nutzen.
18Betet für uns, denn wir sind gewiss, dass wir ein reines Gewissen haben und in allem ehrbar handeln wollen. 19Umso mehr ermahne ich euch, dies zu tun, damit ich euch umso schneller wiedergegeben werde.
20Unser Vater des Friedens aber, der unseren Herrn Jesus—den großen Hirten der Schafe—durch das Blut des ewigen Bundes von den Toten heraufgeführt hat, b b v20 Unser Vater hat Jesus von den Toten auferweckt und ihn zum großen Hirten seiner Schafe gemacht — demselben Hirten, der sagte: „Ich bin der gute Hirte“ (Johannes 10,11). Der Vater und der Sohn sammeln und behüten gemeinsam die Herde. 21der mache euch vollkommen in allem Guten, seinen Willen zu tun, und wirke in uns, was ihm wohlgefällt, durch Jesus Christus, dem die Ehre sei von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
22Brüder und Schwestern, ich ermahne euch, dieses Wort der Ermutigung zu ertragen—ich habe euch nur kurz geschrieben. 23Wisst, dass unser Bruder Timotheus freigelassen worden ist; wenn er bald kommt, werde ich euch mit ihm sehen.
24Grüßt alle eure Leiter und alle Heiligen. Es grüßen euch die aus Italien.
25Die Gnade sei mit euch allen. Amen.