Der Strom, der aus dem Tempel fließt
Wasser rinnt unter der Tempelschwelle hervor und steigt, in Abständen gemessen, bis an die Knöchel, die Knie, die Hüfte und dann über das Schwimmen hinaus. Es macht das Tote Meer gesund, füllt es mit Fischen und säumt die Ufer mit Bäumen, die Monat für Monat tragen. Fremde erhalten Land als Erbe auf Geheiß unseres Vaters.
47 1Dann brachte er mich zum Eingang des Tempels zurück, und siehe, Wasser floss unter der Schwelle hervor nach Osten; denn die Vorderseite des Tempels lag im Osten. Und das Wasser floss von unten her an der Südseite des Tempels herab, südlich vom Altar. 2Er führte mich hinaus durch das Nordtor und außen herum zum äußeren Tor, das nach Osten weist; und siehe, das Wasser rann von der Südseite hervor.
3Als der Mann nach Osten hinausging, hatte er eine Messschnur in der Hand; und er maß tausendfünfhundert Fuß ab und ließ mich durch das Wasser gehen, und das Wasser ging mir bis an die Knöchel. 4Er maß noch einmal tausendfünfhundert Fuß und ließ mich hindurchgehen — da ging das Wasser bis an die Knie. Und er maß noch einmal tausendfünfhundert Fuß und ließ mich hindurchgehen — da ging das Wasser bis an die Hüften. 5Er maß noch einmal tausendfünfhundert Fuß — da war es ein Strom, den ich nicht durchschreiten konnte; denn das Wasser war angestiegen, Wasser tief genug zum Schwimmen, ein Strom, den man nicht durchqueren konnte.
6Und er sprach zu mir: „Menschensohn, hast du das gesehen?“ Dann führte er mich zurück an das Ufer des Stromes.
7Als ich zurückkehrte, sah ich am Ufer des Stromes sehr viele Bäume auf beiden Seiten. 8Und er sprach zu mir: „Dieses Wasser fließt hinaus in die östliche Gegend und strömt hinab in die Araba und mündet in das Meer, in das Meer der faulen Wasser, und das Wasser wird gesund. 9Und überall, wohin der Strom kommt, da werden alle wimmelnden lebendigen Wesen leben, und es wird sehr viele Fische geben; denn dieses Wasser kommt dorthin, und die Wasser des Meeres werden gesund, und alles lebt, wohin der Strom kommt. 10Und Fischer werden an ihm stehen; von En-Gedi bis En-Eglajim wird man die Netze ausbreiten. Seine Fische sind von vielerlei Art, wie die Fische des großen Meeres, überaus zahlreich. 11Aber seine Sümpfe und Lachen werden nicht gesund werden; sie bleiben dem Salz überlassen. 12An beiden Ufern aber werden allerlei fruchtbare Bäume wachsen. Ihre Blätter werden nicht verwelken und ihre Früchte nicht ausgehen; Monat für Monat werden sie frische Früchte tragen; denn ihr Wasser fließt aus dem Heiligtum. Ihre Früchte dienen zur Speise und ihre Blätter zur Heilung.“ a a v12 Der Strom aus dem Heiligtum unseres Vaters, gesäumt von Bäumen, deren Blätter Heilung bringen, fließt in der Vision des Johannes von Neuem — der Strom des Lebens vom Thron her, mit dem Baum, dessen Blätter zur Heilung der Völker dienen (Offenbarung 22,1-2).
Der Vater teilt das Land auf
13So spricht der souveräne Vater: „Dies sind die Grenzen, nach denen ihr das Land als Erbe unter die zwölf Stämme Israels verteilen sollt: Josef erhält zwei Anteile. 14Teilt es zu gleichen Teilen; ich habe meine Hand erhoben und geschworen, es euren Vätern zu geben, und dieses Land fällt euch als euer Erbe zu.
15Und dies ist die Grenze des Landes: auf der Nordseite vom großen Meer an über Hetlon bis nach Lebo-Hamat, Zedad,
16Berota, Sibrajim, das zwischen dem Gebiet von Damaskus und dem Gebiet von Hamat liegt, und Hazer-Hattichon, das an der Grenze von Hauran liegt. 17So läuft die Grenze vom Meer bis nach Hazar-Enan, an der Grenze von Damaskus, und im Norden die Grenze von Hamat. Das ist die Nordseite.
18Die Ostseite läuft zwischen Hauran und Damaskus und dann am Jordan entlang zwischen Gilead und dem Land Israel bis zum östlichen Meer, bis nach Tamar. Das ist die Ostseite.
19Die Südseite läuft von Tamar bis zu den Wassern von Meriba-Kadesch, dann am Bach Ägyptens entlang bis zum großen Meer. Das ist die Südseite, gegen den Negev hin.
20Auf der Westseite bildet das große Meer die Grenze bis gegenüber von Lebo-Hamat. Das ist die Westseite.
21So teilt dieses Land unter euch auf nach den Stämmen Israels. 22Verlost es als Erbe für euch und für die Fremdlinge, die unter euch wohnen und die unter euch Kinder gezeugt haben. Sie sollen euch gelten wie Einheimische unter den Israeliten; mit euch sollen sie ein Erbe unter den Stämmen Israels empfangen. 23Und in dem Stamm, in dem der Fremdling wohnt, dort sollt ihr ihm sein Erbe geben, spricht der souveräne Vater.“