Der Fürst am Osttor
Das Osttor öffnet sich nur an Sabbaten und Neumonden, der Fürst steht an seinem Posten, während seine Opfer für unseren Vater dargebracht werden, und die Anbetenden müssen durch das Tor hinausgehen, das dem gegenüberliegt, durch das sie hereinkamen. Der Fürst darf kein Familienland an sich reißen. Hesekiel werden die Küchen gezeigt.
46 1So spricht der Herr, der Vater: Das Osttor des inneren Vorhofs bleibt an den sechs Werktagen geschlossen, aber am Sabbat wird es geöffnet und am Neumond wird es geöffnet. 2„Der Fürst tritt von außen durch die Vorhalle des Tores ein und stellt sich an den Türpfosten, während die Priester sein Brandopfer und seine Dankopfer darbringen. Er betet an der Schwelle des Tores an und geht dann hinaus; das Tor aber bleibt bis zum Abend geöffnet. 3Das Volk des Landes wird am Eingang jenes Tores vor unserem Vater anbeten, an den Sabbaten und Neumonden. 4Das Brandopfer, das der Fürst am Sabbat unserem Vater darbringt: sechs fehlerlose Lämmer und ein fehlerloser Widder. 5Speisopfer: etwa sechs Gallonen Mehl zu dem Widder; zu den Lämmern, so viel er geben kann; und etwa eine Gallone Öl je sechs Gallonen. 6Am Neumondtag: ein junger Stier, sechs Lämmer und ein Widder, alle ohne Fehler. 7Als Speisopfer gibt er etwa sechs Gallonen zu dem Stier, sechs Gallonen zu dem Widder, zu den Lämmern so viel, wie er aufbringen kann, dazu etwa eine Gallone Öl je sechs Gallonen. 8Wenn der Fürst eintritt, kommt er durch die Vorhalle des Tores herein und geht auf demselben Weg wieder hinaus.
9Wenn das Volk des Landes an den festgesetzten Festen vor unseren Vater kommt, so geht, wer durch das Nordtor hereinkommt, um anzubeten, durch das Südtor hinaus, und wer durch das Südtor hereinkommt, geht durch das Nordtor hinaus. Niemand kehrt durch das Tor zurück, durch das er hereinkam; jeder geht geradeaus hinaus. 10Der Fürst wird in ihrer Mitte sein—er tritt ein, wenn sie eintreten, und geht hinaus, wenn sie hinausgehen. 11An den Festen und den festgesetzten Zeiten beträgt das Speisopfer sechs Gallonen Mehl zu einem Stier, sechs zu einem Widder, zu den Lämmern so viel, wie er geben kann, und eine Gallone Öl je sechs Gallonen. 12Wenn der Fürst unserem Vater ein freiwilliges Opfer darbringt—ein Brandopfer oder Dankopfer—, so wird ihm das nach Osten gewandte Tor geöffnet. Er bringt sein Brandopfer und seine Dankopfer dar wie am Sabbat, dann geht er hinaus, und das Tor wird geschlossen, nachdem er hinausgegangen ist.
13Stelle ein einjähriges, fehlerloses Lamm als tägliches Brandopfer für unseren Vater bereit, das jeden Morgen zubereitet wird. 14Jeden Morgen bringe dazu ein Speisopfer dar: etwa eine Gallone feines Mehl und ein Quart Öl, um es anzufeuchten, ein Speisopfer für unseren Vater—eine ewige Ordnung, für immer. 15Sie sollen das Lamm, das Speisopfer und das Öl jeden Morgen bereitstellen, ein beständiges Brandopfer.“
16So spricht der Herr, der Vater: „Wenn der Fürst einem seiner Söhne ein Geschenk gibt, so wird es zum Erbe jenes Sohnes und gehört seinen Söhnen als ihr Eigentum. 17Wenn er aber einem Knecht einen Teil seines Erbes gibt, so gehört es dem Knecht bis zum Erlassjahr, dann fällt es an den Fürsten zurück. Sein Erbe gehört allein seinen Söhnen—es ist ihres. 18Der Fürst darf das Erbe des Volkes nicht an sich reißen und sie so von ihrem Eigentum vertreiben. Er soll seinen Söhnen ein Erbe aus seinem eigenen Besitz geben, damit niemand aus meinem Volk von seinem Eigentum vertrieben wird.“
Die heiligen Küchen des Tempels
19Dann führte er mich durch den Eingang an der Seite des Tores in die heiligen Kammern der Priester, die nach Norden gewandt sind; und dort, am äußersten Westende, war ein Platz.
20Er sagte zu mir: „Hier kochen die Priester das Schuldopfer und das Sündopfer und backen das Speisopfer, damit sie es nicht in den äußeren Vorhof hinaustragen und die Heiligkeit auf das Volk übertragen.“ a a v20 Im Gottesdienst Israels galten heilige Gegenstände als geistlich machtvoll; die Berührung mit ihnen konnte gewöhnliche Menschen, die nicht rituell vorbereitet waren, in Gefahr bringen, darum blieb das Kochen innerhalb des heiligen Bereichs.
21Er führte mich hinaus in den äußeren Vorhof und an seinen vier Ecken vorbei; und in jeder war ein Hof. 22An den vier Ecken des Vorhofs waren umschlossene Höfe, etwa siebzig Fuß lang und fünfzig Fuß breit; alle vier von gleicher Größe. 23In allen vieren lief innen eine Steinreihe ringsum, und unter den Reihen waren ringsum Kochstellen gebaut.
24Dann sagte er zu mir: „Dies sind die Küchen, wo die Diener des Tempels die Opfer des Volkes kochen.“