Gog fällt auf den Bergen
Gog fällt auf Israels Bergen, seine Waffen werden sieben Jahre lang als Brennstoff verfeuert, während Begräbnistrupps sieben Monate arbeiten und neben verstreuten Gebeinen Zeichen aufgestellt werden. Vögel werden zu einem grausigen Mahl gerufen. Unser Vater sagt, das Exil sei nie seine Abwesenheit gewesen, und gießt seinen Geist aus.
39 1„Und du, Menschensohn, weissage gegen Gog: So spricht der souveräne Vater: Siehe, ich will an dich, Gog, du oberster Fürst über Meschech und Tubal. 2Ich will dich herumdrehen und dich treiben und dich heraufführen vom äußersten Norden und dich gegen die Berge Israels bringen. 3Dann schlage ich dir den Bogen aus deiner linken Hand und lasse dir die Pfeile aus deiner rechten Hand fallen. 4Du wirst auf den Bergen Israels fallen, du und alle deine Truppen und die Völker, die mit dir sind. Ich gebe dich den Raubvögeln aller Art und den wilden Tieren zum Fraß. 5Auf freiem Feld wirst du fallen, denn ich habe geredet, spricht der souveräne Vater. 6Ich sende Feuer über Magog und über die, die sorglos in den Küstenländern wohnen, und sie werden erkennen, dass ich der Vater bin. 7Und ich will meinen heiligen Namen kundtun mitten unter meinem Volk Israel und meinen heiligen Namen nicht länger entweihen lassen. Dann werden die Völker erkennen, dass ich der Vater bin, der Heilige in Israel. 8Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht der souveräne Vater. Das ist der Tag, von dem ich geredet habe.‘
9„Dann werden die, die in den Städten Israels wohnen, hinausgehen und Feuer machen mit den Waffen und sie verbrennen — Schilde und Tartschen, Bogen und Pfeile, Keulen und Spieße — und werden sie sieben Jahre lang als Brennstoff gebrauchen. 10Sie werden kein Holz vom Feld oder aus dem Wald holen, denn sie werden die Waffen verbrennen. Sie werden die berauben, die sie beraubt haben, und die plündern, die sie geplündert haben, spricht der souveräne Vater.‘
11„An jenem Tag will ich Gog eine Grabstätte in Israel geben, das Tal der Wanderer östlich des Meeres. Es versperrt den Wanderern den Weg, denn dort wird man Gog und seine ganze Menge begraben, und man wird es das Tal Hamon-Gog nennen. a a v11 Hamon-Gog bedeutet „die Menge Gogs“ — das Tal ist nach der gewaltigen Schar benannt, die dort begraben liegt. 12Sieben Monate lang wird das Haus Israel sie begraben, um das Land zu reinigen. 13Alle im Land werden sie begraben, und es wird ihnen zum Ruhm gereichen an dem Tag, an dem ich meine Herrlichkeit zeige, spricht der souveräne Vater.‘
14„Sie werden Männer bestimmen, die beständig durch das Land ziehen und die begraben, die auf der Oberfläche des Bodens liegen geblieben sind, um es zu reinigen. Nach sieben Monaten werden sie suchen. 15Wenn sie durch das Land ziehen und einer einen Menschenknochen sieht, so richtet er ein Zeichen daneben auf, bis die Totengräber ihn im Tal Hamon-Gog begraben haben. 16(Auch eine Stadt namens Hamona wird dort sein.) So werden sie das Land reinigen.‘
17„Du aber, Menschensohn, so spricht der souveräne Vater: Sage zu den Vögeln aller Art und zu allen Tieren des Feldes: Versammelt euch und kommt, sammelt euch von überall her zu dem Schlachtopfer, das ich für euch bereite, einem großen Schlachtopfer auf den Bergen Israels; ihr sollt Fleisch essen und Blut trinken. 18Ihr sollt das Fleisch der Helden essen und das Blut der Fürsten der Erde trinken — Widder, Lämmer, Böcke, Stiere, allesamt Mastvieh aus Baschan. 19Ihr sollt Fett essen, bis ihr satt seid, und Blut trinken, bis ihr trunken seid, bei dem Schlachtopfer, das ich für euch bereite. 20An meinem Tisch sollt ihr euch sättigen an Rossen und Wagenkämpfern, an starken Männern und Kriegern aller Art, spricht der souveräne Vater.‘
21„Und ich will meine Herrlichkeit unter die Völker setzen, und alle Völker werden das Gericht sehen, das ich vollstreckt habe, und die Hand, die ich an sie gelegt habe. 22Und von jenem Tag an wird das Haus Israel erkennen, dass ich ihr Vater bin. 23Dann werden die Völker erkennen, dass das Haus Israel um seiner Sünde willen in die Verbannung gegangen ist, weil sie mir untreu waren. Darum verbarg ich mein Angesicht und gab sie in die Hand ihrer Feinde, und sie fielen alle durch das Schwert. 24Nach ihrer Unreinheit und ihren Sünden handelte ich an ihnen und verbarg mein Angesicht vor ihnen.‘
25„So spricht der souveräne Vater: Nun will ich das Geschick Jakobs wenden und mich über das ganze Haus Israel erbarmen, und ich will eifern für meinen heiligen Namen. 26Sie werden ihre Schande tragen und all die Treulosigkeit, die sie gegen mich begangen haben, wenn sie sicher in ihrem Land wohnen und niemand sie schreckt. 27Wenn ich sie aus den Völkern zurückbringe und sie aus den Ländern ihrer Feinde sammle, will ich mich an ihnen heilig erweisen vor den Augen vieler Völker. 28Dann werden sie erkennen, dass ich ihr Vater bin, weil ich sie unter die Völker verbannt und sie dann in ihr eigenes Land gesammelt habe, ohne einen von ihnen zurückzulassen. 29Und ich will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen, denn ich will meinen Geist über das Haus Israel ausgießen, spricht der souveräne Vater.“