Der Vater spricht gegen Gog
Gog von Magog wird mit Haken in seinen Kinnbacken herumgewendet und gegen ein wieder besiedeltes, mauerloses Land gezogen, das er ausplündern will. Händler fragen, ob er gekommen sei, um Beute zu machen. Unser Vater sagt, der Einfall sei sein eigenes Werk, und die Erde selbst wird beben.
38 1Das Wort unseres Vaters erging an mich:
2Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen Gog im Lande Magog, den obersten Fürsten von Meschech und Tubal, und weissage gegen ihn. 3Sprich: So spricht der allmächtige Vater: „Siehe, ich will an dich, Gog, du oberster Fürst von Meschech und Tubal. 4Ich will dich herumlenken und dir Haken in deine Kinnbacken legen und dich herausführen mit deinem ganzen Heer, Rossen und Reitern, alle in voller Rüstung, eine gewaltige Schar mit großen und kleinen Schilden, alle mit dem Schwert in der Hand. 5Persien, Kusch und Put sind mit ihnen, alle mit Schild und Helm ausgerüstet; 6Gomer mit allen seinen Scharen und Bet-Togarma vom äußersten Norden mit allen seinen Scharen—viele Völker sind mit dir.
7Sei bereit und rüste dich, du und all die Scharen, die sich um dich versammelt haben, und sei ihr Hüter. 8Nach vielen Tagen wirst du aufgeboten werden. In den letzten Jahren wirst du in ein Land einfallen, das vom Krieg wiederhergestellt ist, dessen Volk aus vielen Nationen auf die Berge Israels gesammelt wurde, die lange in Trümmern lagen. Herausgeführt aus den Völkern, wohnen sie nun alle in Sicherheit. 9Du wirst heraufziehen und hereinbrechen wie ein Unwetter, wie eine Wolke, die das Land bedeckt—du und all deine Scharen und viele Völker mit dir.“
10So spricht der allmächtige Vater: „An jenem Tag werden dir Gedanken in den Sinn kommen, und du wirst einen bösen Plan ersinnen. 11Du wirst sagen: ‚Ich will hinaufziehen gegen ein Land offener Dörfer; ich will über ein friedliches Volk herfallen, das in Sicherheit wohnt, sie alle ohne Mauern, Riegel und Tore‘, 12um Beute zu machen und zu rauben, um über die wiederbesiedelten Trümmer herzufallen und über das Volk, das aus den Nationen gesammelt wurde, das Vieh und Güter erworben hat und im Mittelpunkt der Erde wohnt. 13Saba, Dedan und die Kaufleute von Tarsis mit all seinen jungen Löwen werden dich fragen: ‚Bist du gekommen, um Beute zu machen? Hast du deine Schar versammelt, um zu plündern—um Silber und Gold zu nehmen, Vieh und Güter zu rauben, große Beute davonzutragen?‘“
14Darum weissage, Menschenkind, und sprich zu Gog: So spricht der allmächtige Vater: „An jenem Tag, wenn mein Volk Israel in Sicherheit wohnt, wirst du es nicht erfahren? 15Du wirst von deinem Ort im äußersten Norden kommen, du und viele Völker mit dir, alle hoch zu Ross—eine große Schar, ein gewaltiges Heer. 16Du wirst gegen mein Volk Israel heraufziehen wie eine Wolke, die das Land bedeckt. In den letzten Tagen werde ich dich gegen mein Land führen, Gog, damit die Nationen mich erkennen, wenn ich mich vor ihren Augen durch dich als heilig erweise.“
17So spricht der allmächtige Vater: Bist du es, von dem ich vorzeiten geredet habe durch meine Knechte, die Propheten Israels, die damals jahrelang weissagten, dass ich dich gegen sie führen würde? 18An jenem Tag, wenn Gog das Land Israel angreift, spricht der allmächtige Vater, wird mein grimmiger Zorn auflodern. 19„In meinem Eifer und im Feuer meines Zorns spreche ich: An jenem Tag wird ein großes Erdbeben das Land Israel treffen. 20Die Fische im Meer, die Vögel des Himmels, die Tiere des Feldes, alles Gewürm, das auf dem Boden kriecht, und alle Menschen auf Erden werden vor meinem Angesicht zittern. Die Berge werden niedergerissen, die Felswände werden einstürzen, und jede Mauer wird zu Boden fallen.“ 21Ich will das Schwert gegen Gog herbeirufen auf allen meinen Bergen, spricht der allmächtige Vater; eines jeden Schwert wird sich gegen seinen Bruder wenden. 22„Ich will ihn richten mit Pest und Blutvergießen; ich will Fluten von Regen, Hagelsteine, Feuer und Schwefel auf ihn niedergehen lassen, auf seine Scharen und auf die vielen Völker, die mit ihm sind. 23So will ich meine Größe und Heiligkeit erweisen und mich vor vielen Nationen zu erkennen geben. Dann werden sie erkennen, dass ich der Vater bin.“