Christus, von den Toten auferweckt
Manche sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten. Paulus zählt die Zeugen auf und verfolgt die Leugnung dann bis zu ihrem Ende: wenn Christus nicht auferweckt ist, ist der Glaube vergeblich und die Toten sind verloren. Aber er ist als Erster von vielen auferweckt, und unser Vater gibt einen unvergänglichen Leib.
15 1Brüder und Schwestern, ich erinnere euch an das Evangelium, das ich euch verkündigt habe, das ihr angenommen habt und in dem ihr fest steht. 2Durch dieses Evangelium werdet ihr gerettet, wenn ihr an dem Wort festhaltet, das ich euch verkündigt habe – es sei denn, euer Glaube wäre vergeblich gewesen.
3Denn ich habe euch als das Wichtigste weitergegeben, was ich auch empfangen habe: Christus ist für unsere Sünden gestorben nach der Schrift, 4dass er begraben wurde, dass er am dritten Tag auferweckt wurde nach der Schrift, 5und dass er dem Kephas erschienen ist, danach den Zwölfen. 6Danach ist er mehr als fünfhundert Brüdern und Schwestern auf einmal erschienen; die meisten sind noch am Leben, einige aber sind entschlafen. 7Danach erschien er dem Jakobus, dann allen Aposteln. 8Zuletzt von allen erschien er auch mir, wie einem zur Unzeit Geborenen. 9Denn ich bin der Geringste unter den Aposteln, nicht wert, ein Apostel genannt zu werden, weil ich die Gemeinde unseres Vaters verfolgt habe. 10Durch die Gnade unseres Vaters bin ich, was ich bin, und seine Gnade an mir ist nicht vergeblich gewesen. Vielmehr habe ich mehr gearbeitet als sie alle – nicht aber ich, sondern die Gnade unseres Vaters mit mir. 11Ob nun ich oder sie: So verkündigen wir, und so habt ihr geglaubt.
Wenn Christus nicht auferweckt worden wäre
12Wenn aber Christus verkündigt wird als von den Toten auferweckt, wie können dann einige unter euch sagen, es gebe keine Auferstehung der Toten? 13Gibt es aber keine Auferstehung der Toten, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. 14Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist unsere Predigt vergeblich, und vergeblich ist auch euer Glaube. 15Mehr noch, wir werden dann als falsche Zeugen unseres Vaters befunden, weil wir gegen unseren Vater bezeugt haben, dass er Christus auferweckt hat – den er doch nicht auferweckt hätte, wenn die Toten wirklich nicht auferweckt werden. 16Denn wenn die Toten nicht auferweckt werden, so ist auch Christus nicht auferweckt worden. 17Ist aber Christus nicht auferweckt worden, so ist euer Glaube nichtig, und ihr seid noch in euren Sünden. 18Dann sind auch die verloren, die in Christus entschlafen sind. 19Hoffen wir allein für dieses Leben auf Christus, so sind wir die bedauernswertesten unter allen Menschen.
20Nun aber ist Christus auferweckt von den Toten als Erstling unter denen, die entschlafen sind. 21Denn da durch einen Menschen der Tod gekommen ist, so kommt auch durch einen Menschen die Auferstehung der Toten. 22Denn wie in Adam alle sterben, so werden in Christus alle lebendig gemacht werden. 23Ein jeder aber in seiner Ordnung: als Erstling Christus; danach, wenn er kommt, die, die zu ihm gehören. 24Danach das Ende, wenn er das Reich unserem Vater übergibt, wenn er alle Herrschaft und alle Macht und Gewalt vernichtet hat. a a v24 Wenn alles vollendet ist, legt der Sohn das ganze Reich zurück in die Hände unseres Vaters – das Ziel aller Dinge ist der Vater selbst. 25Denn er muss herrschen, bis er alle seine Feinde unter seine Füße gelegt hat. 26Der letzte Feind, der vernichtet wird, ist der Tod. 27Unser Vater hat alles unter die Füße des Sohnes gelegt. Wenn es aber heißt, dass ihm ‚alles‘ unterworfen ist, so ist offenbar unser Vater ausgenommen, der ihm alles unterworfen hat. 28Wenn ihm aber alles unterworfen ist, dann wird auch der Sohn selbst dem unterworfen sein, der ihm alles unterworfen hat, damit unser Vater alles in allem sei. b b v28 Wenn schließlich alles wiederhergestellt ist, nimmt der Sohn gern seinen Platz unter unserem Vater ein, damit unser Vater alles für alle ist – das Ziel, auf das die ganze Geschichte zugelaufen ist.
29Was werden sonst die tun, die sich für die Toten taufen lassen? Wenn die Toten überhaupt nicht auferweckt werden, warum lassen sie sich dann für sie taufen? c c v29 Die genaue Praxis, auf die Paulus sich hier bezieht, ist unbekannt; er führt sie als Beleg dafür an, dass selbst diejenigen, die sie ausübten, an die Auferstehung glaubten. 30Und warum setzen auch wir uns Stunde um Stunde der Gefahr aus? 31Ich sterbe täglich – so gewiss, wie ihr mein Ruhm seid, Brüder und Schwestern, in Christus Jesus, unserem Herrn. 32Habe ich in Ephesus nur aus menschlichen Gründen mit wilden Tieren gekämpft, was nützt es mir? Wenn die Toten nicht auferstehen: „Lasst uns essen und trinken, denn morgen sterben wir.“ 33Lasst euch nicht verführen: „Schlechter Umgang verdirbt gute Sitten.“ 34Werdet richtig nüchtern und hört auf zu sündigen; denn einige wissen nichts von unserem Vater. Das sage ich euch zur Beschämung.
Der Leib, den der Vater gibt
35Es wird aber jemand fragen: „Wie werden die Toten auferweckt? Und mit was für einem Leib werden sie kommen?“ 36Du Tor! Was du säst, wird nicht lebendig, es sterbe denn. 37Und was du säst, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein bloßes Korn, etwa Weizen oder etwas anderes. 38Unser Vater aber gibt ihm einen Leib, wie er ihn erwählt hat, und jedem Samen seinen eigenen Leib. 39Nicht alles Fleisch ist von gleicher Art: Menschen, Tiere, Vögel und Fische sind je verschieden. 40Es gibt himmlische Körper und irdische Körper; aber anders ist der Glanz der himmlischen, anders der Glanz der irdischen. 41Einen anderen Glanz hat die Sonne, einen anderen der Mond, einen anderen die Sterne; denn ein Stern unterscheidet sich vom andern durch seinen Glanz.
42So auch die Auferstehung der Toten: Es wird gesät verweslich und auferweckt unverweslich. 43Es wird gesät in Unehre und auferweckt in Herrlichkeit; es wird gesät in Schwachheit und auferweckt in Kraft. 44Es wird gesät ein natürlicher Leib und auferweckt ein geistlicher Leib. Gibt es einen natürlichen Leib, so gibt es auch einen geistlichen Leib. 45So steht auch geschrieben: „Der erste Mensch, Adam, wurde zu einer lebendigen Seele“; der letzte Adam wurde zu einem lebendig machenden Geist. d d v45 Jesus ist der „letzte Adam“: Wo der erste Adam allen den Tod brachte, gibt Jesus allen das Leben, die zu ihm gehören. 46Aber nicht das Geistliche kam zuerst, sondern das Natürliche, danach das Geistliche. 47Der erste Mensch ist aus dem Staub der Erde; der zweite Mensch ist vom Himmel. 48Wie der Mensch aus Staub, so sind auch die aus Staub; und wie der himmlische Mensch, so sind auch die himmlischen. 49Und wie wir das Bild des irdischen Menschen getragen haben, so werden wir auch das Bild des himmlischen Menschen tragen.
50Das aber sage ich, Brüder und Schwestern: Fleisch und Blut können das Reich unseres Vaters nicht ererben, und das Verwesliche kann die Unverweslichkeit nicht erben.
51Seht, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden, 52in einem Augenblick, im Nu, beim Schall der letzten Posaune. Denn sie wird erschallen, und die Toten werden auferweckt werden unverweslich, und wir werden verwandelt werden. 53Denn dies Verwesliche muss anziehen die Unverweslichkeit, und dies Sterbliche muss anziehen die Unsterblichkeit. 54Wenn aber dies Verwesliche anziehen wird die Unverweslichkeit und dies Sterbliche anziehen wird die Unsterblichkeit, dann wird erfüllt, was geschrieben steht: „Der Tod ist verschlungen vom Sieg. 55Tod, wo ist dein Sieg? Tod, wo ist dein Stachel?“
56Der Stachel des Todes aber ist die Sünde, und die Kraft der Sünde ist das Gesetz. 57Unserem Vater aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unseren Herrn Jesus Christus! 58Darum, meine lieben Brüder und Schwestern, seid fest und unerschütterlich und nehmt immer zu in dem Werk des Herrn, weil ihr wisst, dass eure Arbeit im Herrn nicht vergeblich ist.