Nehmt einander an
Die Starken tragen die Schwachen, statt sich selbst zu gefallen, und der Beleg ist Christus, der die Heiden annimmt zur Ehre unseres Vaters. Dann wird Paulus persönlich: sein Ehrgeiz, dort zu predigen, wo der Name Christi nicht genannt ist, eine Sammlung für die Armen in Jerusalem und seine Hoffnung, über Rom nach Spanien zu ziehen.
15 1Wir, die wir stark sind, müssen die Schwachheiten der Schwachen tragen und nicht uns selbst gefallen. 2Jeder von uns lebe seinem Nächsten zu Gefallen, zu seinem Guten, um ihn aufzubauen. 3Denn auch Christus hat nicht sich selbst gefallen, sondern wie geschrieben steht: „Die Schmähungen derer, die dich schmähen, sind auf mich gefallen.“ 4Alles, was zuvor geschrieben wurde, ist zu unserer Lehre geschrieben, damit wir durch die Geduld und durch den Trost der Schrift Hoffnung hätten. 5Unser Vater aber, der Geduld und Trost gibt, gebe euch, einträchtig zu sein untereinander, Christus Jesus gemäß, 6damit ihr gemeinsam, mit einem Munde, unseren Vater lobt, den Vater unseres Herrn Jesus Christus.
7Darum nehmt einander an, wie auch Christus euch angenommen hat, zur Ehre unseres Vaters. 8Denn ich sage euch: Christus ist ein Diener der Beschnittenen geworden, um die Wahrhaftigkeit unseres Vaters zu erweisen und die Verheißungen an die Väter zu bekräftigen, 9und damit die Völker unseren Vater loben für sein Erbarmen, wie geschrieben steht: „Darum will ich dich preisen unter den Völkern und deinem Namen lobsingen.“
10Und wiederum heißt es: „Freut euch, ihr Völker, mit seinem Volk.“
11Und wiederum: „Lobt unseren Vater, alle Völker, und alle Nationen sollen ihn preisen.“ a a v11 Diese Zeile zitiert einen Psalm, der jedes Volk auf Erden aufruft, den zu preisen, den die FHB durchgehend unseren Vater nennt.
12Und wiederum sagt Jesaja: „Es wird kommen die Wurzel Isais und wird sich erheben, über die Völker zu herrschen; auf ihn werden die Völker hoffen.“
13Unser Vater aber, der Ursprung der Hoffnung, erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, damit ihr durch die Kraft des Heiligen Geistes überströmt an Hoffnung. b b v13 Freude und Frieden kommen nicht aus zermürbender Anstrengung. Sie kommen „im Glauben“ — indem wir in dem ruhen, was unser Vater verheißen hat.
Die Gnade unseres Vaters über dem Dienst des Paulus
14Ich bin überzeugt von euch, meine Brüder und Schwestern, dass ihr selbst voll Güte seid, erfüllt mit aller Erkenntnis und fähig, einander zu unterweisen. 15Doch habe ich euch in einigen Punkten ziemlich kühn geschrieben, um euch zu erinnern, wegen der Gnade, die unser Vater mir gegeben hat, 16ein Diener Christi Jesu für die Völker zu sein, ein Priester des Evangeliums unseres Vaters, damit die Opfergabe der Völker wohlgefällig würde, geheiligt durch den Heiligen Geist. 17In Christus Jesus habe ich also Grund, mich meines Werkes für unseren Vater zu rühmen. 18Denn ich wage nicht, von irgendetwas zu reden, außer von dem, was Christus durch mich gewirkt hat, um die Völker zum Gehorsam zu bringen, durch Wort und Tat, 19durch die Kraft von Zeichen und Wundern, durch die Kraft des Geistes unseres Vaters. So habe ich das Evangelium von Christus voll ausgerichtet von Jerusalem an ringsum bis nach Illyrien. 20Dabei setzte ich meine Ehre darein, das Evangelium dort zu predigen, wo der Name Christi noch nicht genannt war, damit ich nicht auf fremdem Grund baute, 21sondern wie geschrieben steht: „Die, denen nichts von ihm verkündet wurde, werden sehen, und die nichts gehört haben, werden verstehen.“
22Darum bin ich auch so oft gehindert worden, zu euch zu kommen.
Paulus’ Pläne, Rom zu besuchen
23Nun aber, da ich in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe zu wirken und seit vielen Jahren mich sehne, zu euch zu kommen, 24hoffe ich, euch auf meiner Reise nach Spanien zu sehen und von euch dorthin geleitet zu werden, wenn ich mich zuvor eine Zeit lang an eurer Gemeinschaft erfreut habe. 25Doch jetzt reise ich nach Jerusalem und bringe dem Volk unseres Vaters Hilfe. 26Denn Makedonien und Achaia haben gern eine Sammlung veranstaltet für die Armen unter dem Volk unseres Vaters in Jerusalem. 27Sie haben es gern getan, und in der Tat sind sie es ihnen schuldig. Denn wenn die Völker Anteil bekommen haben an ihren geistlichen Gütern, so sind die Völker es auch schuldig, dem Volk Jerusalems mit irdischen Gütern zu dienen. 28Wenn ich nun dies vollbracht und ihnen diese Sammlung sicher übergeben habe, will ich über euch nach Spanien ziehen. 29Ich weiß aber, dass ich, wenn ich zu euch komme, mit dem vollen Segen Christi kommen werde.
30Ich ermahne euch aber, Brüder und Schwestern, durch unseren Herrn Jesus Christus und durch die Liebe des Geistes, dass ihr mit mir kämpft in euren Gebeten für mich zu unserem Vater, 31damit ich errettet werde von den Ungläubigen in Judäa und mein Dienst für Jerusalem dem Volk unseres Vaters wohlgefällig sei, 32sodass ich durch den Willen unseres Vaters mit Freuden zu euch komme und mich mit euch zusammen erquicke. 33Unser Vater aber, der Ursprung des Friedens, sei mit euch allen. Amen.