Nehmt den Schwachen im Glauben an
Der eine Gläubige isst alles, der andere nur Gemüse, und jeder verachtet den anderen im Stillen. Paulus weigert sich, den Speiseplan zu entscheiden. Jeder steht seinem eigenen Herrn Rede, und unser Vater hat beide angenommen; die wirkliche Sünde ist darum, einen Stein des Anstoßes dorthin zu legen, wo ein Bruder geht.
14 1Nehmt den an, der im Glauben schwach ist, aber nicht, um über seine Ansichten zu streiten. 2Der eine hat den Glauben, alles zu essen; der Schwache aber isst nur Gemüse. 3Wer isst, soll den nicht verachten, der nicht isst; und wer nicht isst, soll den nicht richten, der isst; denn unser Vater hat ihn angenommen. 4Wer bist du, dass du den Knecht eines anderen richtest? Vor seinem eigenen Herrn steht er oder fällt er; er wird aber stehen bleiben, denn der Herr kann ihn stehen lassen.
5Der eine hält einen Tag für höher als den andern; der andere aber hält alle Tage gleich. Ein jeder sei in seinem eigenen Sinn völlig gewiss. 6Wer auf den Tag achtet, der tut es für den Herrn. Wer isst, der isst für den Herrn, denn er dankt unserem Vater; und wer sich enthält, der enthält sich für den Herrn und dankt unserem Vater. 7Denn keiner von uns lebt für sich selbst, und keiner stirbt für sich selbst. 8Leben wir, so leben wir für den Herrn; sterben wir, so sterben wir für den Herrn. Ob wir nun leben oder sterben, wir gehören dem Herrn. 9Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden: dass er der Herr sei über Tote und Lebende.
10Du aber, warum richtest du deinen Bruder? Oder du, warum verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl unseres Vaters stehen.
11Denn es steht geschrieben: „So wahr ich lebe, spricht unser Vater, mir soll sich jedes Knie beugen, und jede Zunge soll mich bekennen.“
12So wird nun jeder von uns für sich selbst unserem Vater Rechenschaft geben.
13Darum lasst uns nicht mehr einer den andern richten. Beschließt vielmehr, dem Bruder keinen Anstoß und keine Falle in den Weg zu legen. 14Ich weiß und bin gewiss in dem Herrn Jesus, dass nichts unrein ist an sich selbst; nur für den, der es für unrein hält, ist es unrein. 15Wenn dein Bruder wegen einer Speise betrübt wird, so wandelst du nicht mehr in der Liebe. Verdirb mit deiner Speise nicht den, für den Christus gestorben ist. 16Darum sorgt dafür, dass das, was ihr für gut haltet, nicht als böse verlästert werde. 17Denn das Reich unseres Vaters ist nicht Essen und Trinken, sondern Gerechtigkeit und Friede und Freude im Heiligen Geist. a a v17 Paulus bestimmt das Reich neu: kein Regelwerk über Essen und Trinken, sondern rechte Stellung, tiefer Friede und Freude, die sein Geist hervorbringt. 18Wer darin Christus dient, der ist unserem Vater wohlgefällig und bei den Menschen geachtet. 19Darum lasst uns dem nachjagen, was zum Frieden dient und zur gegenseitigen Erbauung. 20Zerstöre nicht um der Speise willen das Werk unseres Vaters. Es ist zwar alles rein; aber es ist verkehrt, so zu essen, dass ein anderer daran Anstoß nimmt. 21Gut ist es, kein Fleisch zu essen und keinen Wein zu trinken noch etwas zu tun, woran dein Bruder Anstoß nimmt.
22Den Glauben, den du hast, halte bei dir selbst vor unserem Vater. Glücklich ist, wer sich selbst nicht richtet in dem, was er gutheißt. 23Wer aber zweifelt und dennoch isst, der ist gerichtet, weil es nicht aus dem Glauben kommt; denn alles, was nicht aus dem Glauben kommt, ist Sünde.