Unserem Vater dargebracht
Nach elf Kapiteln Argument ist die erbetene Antwort ein Leib — das gewöhnliche Leben, unserem Vater dargebracht, ein Sinn, der erneuert und nicht in die Form des Zeitalters gepresst wird. Dann das Einzelne: gebrauche deine wirkliche Gabe, liebe ohne Verstellung, segne die Verfolger, verweigere die Rache, überwinde das Böse mit Gutem.
12 1Darum ermahne ich euch, Brüder und Schwestern, bei der Barmherzigkeit unseres Vaters: Bringt eure Leiber dar als ein lebendiges Opfer, heilig und ihm wohlgefällig — das ist euer wahrer, vernünftiger Gottesdienst. 2Passt euch nicht diesem Zeitalter an, sondern lasst euch verwandeln durch die Erneuerung eures Sinnes, damit ihr prüfen könnt, was der Wille unseres Vaters ist — das Gute, Wohlgefällige und Vollkommene.
3Durch die Gnade, die mir gegeben ist, sage ich einem jeden unter euch: Denke nicht höher von dir, als sich's gebührt, sondern denke in besonnenem Urteil, ein jeder nach dem Maß des Glaubens, das unser Vater ihm zugeteilt hat. 4Denn wie ein Leib viele Glieder hat und nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5so sind wir, obwohl viele, ein Leib in Christus, und jeder Einzelne gehört den anderen an. 6Wir haben verschiedene Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist: Ist es prophetische Rede, so im Verhältnis zu unserem Glauben; 7ist es Dienst, so im Dienen; wer lehrt, in der Lehre; 8wer ermutigt, im Ermutigen; wer gibt, mit Großzügigkeit; wer vorsteht, mit Eifer; wer Barmherzigkeit übt, mit Freude.
9Die Liebe sei ungeheuchelt. Verabscheut das Böse, haltet fest am Guten. 10Seid einander zugetan in brüderlicher Liebe. Übertrefft einander darin, einer dem andern Ehre zu erweisen. 11Seid nicht träge in eurem Eifer, sondern brennend im Geist; dient dem Herrn. 12Seid fröhlich in Hoffnung, geduldig in Trübsal, beharrlich im Gebet. 13Nehmt Anteil an den Nöten des Volkes unseres Vaters; strebt nach Gastfreundschaft.
14Segnet, die euch verfolgen; segnet, und verflucht sie nicht. 15Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden. 16Seid eines Sinnes untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, sondern haltet euch zu den Niedrigen. Haltet euch nicht selbst für klug. 17Vergeltet niemandem Böses mit Bösem. Seid darauf bedacht, zu tun, was vor allen Menschen ehrbar ist. 18Ist es möglich, soviel an euch liegt, so haltet mit allen Menschen Frieden.
19Geliebte, rächt euch nicht selbst, sondern gebt Raum dem Zorn unseres Vaters; denn es steht geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, spricht unser Vater.
20Vielmehr: „Wenn dein Feind hungert, so gib ihm zu essen; dürstet ihn, so gib ihm zu trinken; wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.“ a a v20 Feurige Kohlen auf das Haupt eines Feindes zu sammeln ist ein Bild dafür, ihn durch unerwartete Güte mit Scham oder Reue zu überwältigen.
21Lass dich nicht vom Bösen überwinden, sondern überwinde das Böse mit Gutem.