Die Völker strömen zum Berg unseres Vaters
Die Völker steigen auf den Berg unseres Vaters, um unterwiesen zu werden, und schmieden ihre Schwerter zu Pflugscharen, und jeder sitzt ohne Furcht unter seinem eigenen Weinstock. Dann fällt der Blick zurück in die Gegenwart: Zion in Wehen, hinausziehend nach Babylon und dort gerettet, statt dass ihm der Weg erspart bleibt.
4 1In den letzten Tagen wird der Berg, auf dem das Haus unseres Vaters steht, fest gegründet sein als der höchste der Berge, hoch erhaben über die Hügel, und die Völker werden zu ihm strömen. 2Viele Nationen werden kommen und sagen: „Kommt, lasst uns hinaufziehen zum Berg unseres Vaters, zum Haus des Gottes Jakobs, damit er uns seine Wege lehre und wir auf seinen Pfaden wandeln.“ Denn Weisung wird von Zion ausgehen und das Wort unseres Vaters von Jerusalem. 3Er wird richten zwischen vielen Völkern und Recht sprechen für mächtige Nationen in der Ferne. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen umschmieden und ihre Spieße zu Sicheln; kein Volk wird gegen ein anderes das Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr erlernen. 4Ein jeder wird unter seinem Weinstock sitzen und unter seinem Feigenbaum, und niemand wird sie schrecken; denn der Vater der himmlischen Heerscharen selbst hat gesprochen. 5Denn alle Völker wandeln im Namen ihres eigenen Gottes, wir aber werden im Namen unseres Vaters wandeln immer und ewig.
Unser Vater sammelt seine zerstreuten Kinder
6An jenem Tag, spricht unser Vater, will ich die Lahmen sammeln und die Verstoßenen zusammenbringen und die, denen ich Leid zugefügt habe. 7Ich will die Lahmen zu einem Überrest machen und die weit Vertriebenen zu einer starken Nation, und unser Vater wird über sie herrschen auf dem Berg Zion von nun an bis in Ewigkeit.
8Und du, Turm der Herde, Hügel der Tochter Zion, zu dir wird es kommen — die frühere Herrschaft wird zurückkehren, das Königtum der Tochter Jerusalem.
9Warum schreist du nun so laut? Ist kein König bei dir? Ist dein Ratgeber umgekommen, dass dich Schmerz ergriffen hat wie eine Frau in Wehen? 10Winde dich und stöhne, Tochter Zion, wie eine Frau in Wehen, denn nun wirst du aus der Stadt hinausziehen und auf freiem Feld wohnen; du wirst nach Babel gehen. Dort wirst du gerettet werden; dort wird unser Vater dich erlösen aus der Hand deiner Feinde.
11Nun haben sich viele Nationen gegen dich versammelt und sagen: „Sie werde entweiht, und unsere Augen sollen sich an Zion weiden!“ 12Aber sie kennen die Gedanken unseres Vaters nicht; sie verstehen seinen Ratschluss nicht, dass er sie gesammelt hat wie Garben auf der Tenne. 13Mach dich auf und drisch, Tochter Zion, denn ich will dein Horn zu Eisen machen und deine Hufe zu Bronze; du wirst viele Völker zermalmen, und du wirst ihren Gewinn unserem Vater weihen, ihren Reichtum dem Herrscher der ganzen Erde.