Kommt herzu, alle Nationen
Die Völker werden gerufen, etwas Schreckliches zu hören: das Schwert unseres Vaters, gesättigt in Edom, Blut auf den Bergen, Bäche, die zu Pech werden, und Rauch, der unablässig aufsteigt. Eulen und Schakale erben die Trümmer, ausgemessen mit der Messschnur des Chaos. Keine Erleichterung wird angeboten — nur Recht für Zion.
34 1Kommt herzu, ihr Nationen, und hört; merkt auf, ihr Völker! Die Erde höre und alles, was sie erfüllt, der Erdkreis und alles, was er hervorbringt. 2Denn unser Vater ist voll Zorn über alle Nationen und voll Grimm über all ihre Heere. Er hat sie dem Untergang geweiht, hat sie der Schlachtung preisgegeben. 3Ihre Erschlagenen werden hinausgeworfen, der Gestank ihrer Leichen wird aufsteigen, und die Berge werden von ihrem Blut zerfließen. 4Alle Sterne des Himmels werden verwesen, und der Himmel wird zusammengerollt wie eine Schriftrolle. All sein Heer wird verwelken, wie das Laub am Weinstock verwelkt und abfällt, wie eine verschrumpelte Feige vom Feigenbaum.
5Wenn mein Schwert sich im Himmel getränkt hat, siehe—es fährt herab zum Gericht über Edom, über das Volk, das ich dem Untergang geweiht habe. 6Unser Vater hat ein Schwert; es ist satt von Blut, überfüllt mit Fett, vom Blut der Lämmer und Böcke, vom Fett der Nieren der Widder. Denn unser Vater hält ein Opfer in Bozra, ein großes Schlachten im Land Edom. 7Die Wildochsen werden mit ihnen fallen, und die jungen Stiere mit den Starken. Ihr Land wird sich satt trinken an Blut, und ihr Boden wird überfüllt sein mit Fett. 8Denn unser Vater hat einen Tag der Gerechtigkeit, ein Jahr der Vergeltung für die Sache Zions. 9Edoms Bäche werden zu Pech, ihr Boden zu Schwefel, und ihr Land wird zu brennendem Pech. 10Nacht und Tag wird es nicht erlöschen; sein Rauch wird ewig aufsteigen. Von Geschlecht zu Geschlecht wird es wüst liegen; niemand wird es je wieder durchziehen. 11Die Wüsteneule und der Kauz werden es besitzen; der Uhu und der Rabe werden darin wohnen. Unser Vater wird die Messschnur der Öde darüber spannen und das Senkblei der Leere. 12Seine Edlen werden dort nichts haben, was man ein Königreich nennen könnte, und alle seine Fürsten werden zunichte. 13Dornen werden seine Festungen überwuchern, Nesseln und Disteln seine Burgen. Es wird eine Wohnstätte für Schakale werden, eine Heimat für Strauße. 14Wildkatzen werden auf Hyänen treffen, und wilde Ziegen werden einander zurufen; auch das Nachtgespenst wird sich dort niederlassen und eine Ruhestätte für sich finden. 15Dort wird die Eule nisten und ihre Eier legen, sie ausbrüten und ihre Jungen sammeln in ihrem Schatten; auch die Habichte werden sich dort versammeln, ein jeder mit seinem Gefährten.
16Sucht in der Schriftrolle unseres Vaters und lest: Nicht eines von diesen wird fehlen, keines wird seinen Gefährten vermissen. Denn sein Mund hat es geboten, und sein Geist hat sie gesammelt. 17Er hat das Los für sie geworfen; seine Hand hat ihnen ihren Anteil mit der Messschnur zugeteilt. Sie werden es besitzen für immer und darin wohnen von Geschlecht zu Geschlecht.