Der Vater stellt die versagenden Hirten zur Rede
Israels Hirten weideten sich selbst und ließen die Herde sich zerstreuen. Unser Vater nimmt die Herde zurück und verspricht, die Verirrten selbst zu suchen, die Verletzten zu verbinden und zwischen fetten Schafen und mageren zu richten, die die Schwachen beiseitestoßen. Ein Hirte, sein Knecht David, wird eingesetzt.
34 1Das Wort unseres Vaters erging an mich:
2„Menschenkind, weissage gegen die Hirten Israels. Weissage und sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht der souveräne Vater: Wehe den Hirten Israels, die nur sich selbst weiden! Sollten die Hirten nicht die Herde weiden? 3‚Ihr esst das Fett, kleidet euch mit der Wolle und schlachtet das Mastvieh, aber die Herde weidet ihr nicht. 4Das Schwache habt ihr nicht gestärkt, das Kranke nicht geheilt, das Verwundete nicht verbunden, das Verirrte nicht zurückgebracht und das Verlorene nicht gesucht. Stattdessen habt ihr mit Gewalt und Härte über sie geherrscht. 5Sie zerstreuten sich, weil sie keinen Hirten hatten, und wurden, als sie zerstreut waren, zum Fraß für alle wilden Tiere. 6Meine Schafe irrten über alle Berge und auf jedem hohen Hügel umher, über die ganze Erde zerstreut, und niemand fragte nach ihnen oder suchte sie.
7„Darum, ihr Hirten, hört das Wort unseres Vaters:‘ 8So wahr ich lebe, spricht der souveräne Vater: Weil meine Herde geplündert wurde und zum Fraß für alle wilden Tiere wurde, da sie keinen Hirten hatte, und weil meine Hirten nicht nach meiner Herde fragten, sondern sich selbst weideten statt meiner Herde, 9darum, ihr Hirten, hört das Wort unseres Vaters: 10So spricht der souveräne Vater: Ich stelle mich gegen die Hirten. Ich werde meine Herde von ihnen zurückfordern und ihrem Hüten ein Ende machen, sodass sie sie nicht mehr weiden können. Ich werde meine Herde aus ihrem Rachen reißen; meine Schafe sollen nicht mehr ihre Speise sein.
11Denn so spricht der souveräne Vater: „Ich selbst will nach meinen Schafen suchen und mich um sie kümmern. a a v11 Hier nimmt unser Vater das Werk des Hirten selbst auf sich — dasselbe Herz, das Jesus für sich beansprucht, wenn er sagt: „Ich bin der gute Hirte“ (Johannes 10,11). Der Vater, der sucht, wird zum Sohn, der sein Leben für die Schafe lässt. 12‚Wie ein Hirte seine zerstreute Herde versorgt, wenn er unter ihr ist, so will ich meine Schafe versorgen. Ich werde sie von allen Orten erretten, an die sie zerstreut wurden an einem Tag der Wolken und der Finsternis. 13Ich werde sie aus den Völkern herausführen, aus den Ländern sammeln und in ihr eigenes Land bringen. Ich werde sie weiden auf den Bergen Israels, in den Tälern und überall, wo Menschen im Land wohnen. 14Ich werde sie auf guter Weide weiden; die Höhen der Berge Israels werden ihr Weideland sein. Dort werden sie sich lagern auf gutem Weideland und auf fetter Weide grasen auf den Bergen Israels.‘ 15Ich selbst will meine Herde weiden und sie lagern lassen, spricht der souveräne Vater. 16Ich werde das Verlorene suchen, das Verirrte zurückbringen, das Verwundete verbinden, das Schwache stärken, aber das Fette und Starke will ich vertilgen. Ich werde sie weiden, wie es recht ist.
17Und ihr, meine Herde: So spricht der souveräne Vater: „Ich werde richten zwischen Schaf und Schaf, zwischen den Widdern und den Böcken. 18‚Ist es euch nicht genug, die beste Weide abzuweiden, dass ihr auch noch den Rest mit euren Füßen zertretet? Ist es euch nicht genug, klares Wasser zu trinken, dass ihr auch noch den Rest mit euren Füßen trübt? 19Muss meine Herde denn abweiden, was ihr zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Füßen trüb gemacht habt?‘
20Darum spricht der souveräne Vater zu ihnen: „Ich selbst will richten zwischen den fetten und den mageren Schafen. 21‚Weil ihr mit Seite und Schulter stoßt und alle Schwachen mit euren Hörnern stoßt, bis ihr sie fortgetrieben habt, 22will ich meiner Herde helfen, dass sie nicht mehr zur Beute wird. Und ich werde richten zwischen Schaf und Schaf. 23Ich werde einen einzigen Hirten über sie einsetzen, meinen Knecht David; er wird sie weiden; er wird sie weiden und ihr Hirte sein. b b v23 Jahrhunderte nachdem David gestorben war, verheißt unser Vater einen Hirten aus Davids Geschlecht, der seine Herde für immer weiden würde. Jesus ist dieser Hirte — „Ich bin der gute Hirte ... es wird eine Herde und ein Hirte sein“ (Johannes 10,11.16). 24Ich, der Vater, werde ihr Vater sein, und mein Knecht David wird ein Fürst unter ihnen sein. Ich, der Vater, habe es gesprochen.
25„Ich werde einen Bund des Friedens mit ihnen schließen und die wilden Tiere aus dem Land vertreiben, sodass sie sicher in der Wüste wohnen und in den Wäldern schlafen können. 26Ich werde sie und das Gebiet rings um meinen Hügel zum Segen machen und Regen zur rechten Zeit senden — Regen des Segens. 27Die Bäume des Feldes werden ihre Frucht bringen und das Land seinen Ertrag; das Volk wird sicher in seinem Land wohnen. Und sie werden erkennen, dass ich ihr Vater bin, wenn ich die Stangen ihres Jochs zerbreche und sie aus der Hand derer errette, die sie versklavt haben. 28Die Völker werden sie nicht mehr plündern, und die wilden Tiere werden sie nicht mehr fressen. Sie werden sicher wohnen, und niemand wird sie erschrecken. 29Ich werde ihnen ein Land geben, das berühmt ist für seinen Ertrag; sie werden dort nicht mehr Hunger leiden noch den Hohn der Völker tragen. 30Dann werden sie erkennen, dass ich, ihr Vater, mit ihnen bin und dass sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht der souveräne Vater. 31Ihr seid meine Schafe, die Schafe meiner Weide, und ich bin euer Vater, spricht der souveräne Vater.“‘