Denkt daran, was die Propheten vorausgesagt haben
Spötter fragen, wo das verheißene Kommen bleibt, da doch alles weitergeht wie immer. Petrus antwortet, dass die Welt einst durch dasselbe Wort überflutet wurde, das sie nun für das Feuer aufbewahrt, und dass unser Vater nicht zögert, sondern Geduld hat und will, dass niemand verloren geht.
3 1Ihr Lieben, dies ist nun der zweite Brief, den ich euch schreibe; in beiden wecke ich durch Erinnerung euren lauteren Sinn auf. 2Denkt an die Worte, die die heiligen Propheten zuvor gesprochen haben, und an das Gebot unseres Herrn und Retters, das euch durch eure Apostel gegeben wurde. 3Wisst dies zuerst: In den letzten Tagen werden Spötter kommen, die spotten und ihren eigenen Begierden folgen. 4Sie werden fragen: „Wo bleibt die Verheißung seines Kommens? Seit die Väter entschlafen sind, bleibt alles so, wie es seit Anfang der Schöpfung gewesen ist.“ 5Denn absichtlich übersehen sie dies: Vorzeiten waren durch das Wort unseres Vaters Himmel vorhanden und eine Erde, die aus dem Wasser und durch das Wasser gebildet wurde, 6und durch diese wurde die damalige Welt mit Wasser überflutet und ging unter. 7Durch dasselbe Wort werden der jetzige Himmel und die jetzige Erde für das Feuer aufbewahrt, aufgespart für den Tag des Gerichts und des Verderbens der Gottlosen.
8Eines aber lasst euch nicht entgehen, ihr Lieben: Bei unserem Vater ist ein Tag wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag. 9Unser Vater zögert nicht mit seiner Verheißung, wie einige es für ein Zögern halten; sondern er hat Geduld mit euch und will nicht, dass jemand verloren geht, sondern dass alle zur Umkehr gelangen. a a v9 Der Grund für das Zögern ist die Liebe: Unser Vater ist geduldig und hält die Tür offen, damit jeder Raum hat, nach Hause zu kommen. 10Der Tag unseres Herrn Jesus aber wird kommen wie ein Dieb: Dann werden die Himmel mit gewaltigem Rauschen vergehen, die Elemente werden brennen und zerschmelzen, und die Erde und alle Werke auf ihr werden offenbar werden. 11Da dies alles so vergehen wird, was für Menschen müsst ihr dann sein? Ihr sollt ein heiliges Leben führen, Gott ergeben, 12indem ihr das Kommen des Tages unseres Vaters erwartet und ihm entgegeneilt, an dem die Himmel im Feuer vergehen und die Elemente vor Hitze zerschmelzen. 13Wir warten aber, nach seiner Verheißung, auf einen neuen Himmel und eine neue Erde, in denen Gerechtigkeit wohnt.
14Darum, ihr Lieben, während ihr darauf wartet, bemüht euch, dass ihr von ihm im Frieden gefunden werdet, unbefleckt und untadelig. 15Und die Geduld unseres Herrn achtet für eure Rettung, wie auch unser lieber Bruder Paulus euch geschrieben hat nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, 16wie in allen seinen Briefen, in denen er von diesen Dingen redet. In ihnen ist einiges schwer zu verstehen, was die Unwissenden und Unbeständigen verdrehen, wie auch die übrigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben. 17Ihr aber, meine Lieben, da ihr dies im Voraus wisst, so hütet euch, dass ihr nicht durch den Irrtum der gesetzlosen Menschen mitgerissen werdet und euren eigenen festen Stand verliert. 18Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unseres Herrn und Retters Jesus Christus. Ihm sei die Ehre, jetzt und bis zum Tag der Ewigkeit. Amen. b b v18 Der Brief schließt damit, dass er Jesus selbst die Ehre gibt — die Ehre, die Gott gebührt — und bekennt, dass der Sohn völlig an der Herrlichkeit unseres Vaters teilhat.