Getröstet durch die Ankunft des Titus
Titus erreicht Mazedonien mit Nachrichten, und Paulus' Angst fällt von ihm ab. Sein schmerzlicher Brief hatte sie betrübt, und er bereute es halb, ihn geschickt zu haben, doch die Betrübnis wandte sie um. Betrübnis, wie unser Vater sie will, führt zu einer Buße, die niemanden reut. Er sagt offen, dass er ihnen wieder vertraut.
7 1Weil wir nun diese Verheißungen haben, ihr Geliebten, so lasst uns von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes reinigen und die Heiligung vollenden in der Furcht unseres Vaters.
2Gebt uns Raum in euren Herzen! Wir haben niemandem Unrecht getan, niemanden verdorben, niemanden ausgebeutet. 3Ich sage das nicht, um euch zu verurteilen. Ich habe schon zuvor gesagt: Ihr seid in unseren Herzen, um mit euch zu sterben und zu leben. 4Ich habe großes Vertrauen zu euch, ich bin sehr stolz auf euch. Ich bin erfüllt mit Trost, ich fließe über vor Freude in all unserer Bedrängnis.
5Denn auch als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Leib keine Ruhe — von allen Seiten bedrängt: draußen Streit, drinnen Furcht. 6Aber unser Vater, der die Niedergeschlagenen tröstet, hat uns getröstet durch die Ankunft des Titus. 7Und nicht allein durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, den er bei euch empfangen hatte; er berichtete uns von eurer Sehnsucht, eurem Klagen, eurem Eifer für mich, sodass ich mich noch mehr freute.
8Denn wenn ich euch auch mit meinem Brief betrübt habe, so reut es mich doch nicht — und wenn es mich auch reute, da ich sehe, dass jener Brief euch betrübt hat, wenn auch nur für eine kurze Zeit. 9Nun freue ich mich — nicht darüber, dass ihr betrübt worden seid, sondern dass eure Betrübnis euch zur Buße geführt hat. Denn ihr seid betrübt worden, wie es unser Vater will, sodass ihr durch uns keinen Schaden erlitten habt. 10Denn die Betrübnis nach dem Willen unseres Vaters wirkt eine Buße zum Heil, die niemanden reut; die Betrübnis der Welt aber wirkt den Tod. 11Seht doch, was eben diese Betrübnis nach dem Willen unseres Vaters in euch bewirkt hat: welchen Eifer, ja, welche Bereitschaft, euch zu rechtfertigen, welche Entrüstung, welche Furcht, welche Sehnsucht, welchen Eifer, welche Bereitschaft zur Gerechtigkeit! In allem habt ihr bewiesen, dass ihr in dieser Sache unschuldig seid. 12Wenn ich euch also geschrieben habe, so geschah es nicht um dessen willen, der Unrecht getan hat, auch nicht um dessen willen, dem Unrecht geschehen ist, sondern damit euer Eifer für uns bei euch offenbar würde vor unserem Vater. 13Darum sind wir getröstet worden. Über unseren eigenen Trost hinaus aber freuten wir uns noch viel mehr über die Freude des Titus, denn sein Geist ist durch euch alle erquickt worden. 14Denn womit ich euch bei ihm gerühmt hatte, darin bin ich nicht zuschanden geworden; sondern wie alles, was wir euch gesagt haben, wahr ist, so hat sich auch unser Rühmen vor Titus als wahr erwiesen. 15Und sein Herz ist euch noch mehr zugetan, wenn er daran denkt, wie ihr alle gehorsam wart und ihn mit Furcht und Zittern aufgenommen habt. 16Ich freue mich, dass ich mich in allem völlig auf euch verlassen kann.