Der Plan unseres Vaters für die Ehe
Antwort auf ihre schriftlichen Fragen zur Ehe: Mann und Frau schulden einander ihren Leib, Gläubige sollen sich nicht von einem ungläubigen Ehepartner scheiden, der bleiben will, und angesichts der gegenwärtigen Not ist es gut, zu bleiben, wie man ist. Wie der Stand auch sei — bleibe darin bei unserem Vater.
7 1Nun zu dem, was ihr geschrieben habt: „Es ist gut für einen Mann, keine Frau zu berühren.“ 2Doch um sexuelle Sünde zu vermeiden, soll jeder Mann seine eigene Frau haben und jede Frau ihren eigenen Mann. 3Der Mann soll seiner Frau geben, was er ihr schuldig ist, und ebenso die Frau ihrem Mann. 4Die Frau hat keine Verfügung über ihren eigenen Leib – der Mann hat sie; ebenso hat der Mann keine Verfügung über seinen eigenen Leib – die Frau hat sie. 5Entzieht euch einander nicht, es sei denn im gegenseitigen Einvernehmen für eine bestimmte Zeit, um euch dem Gebet zu widmen; dann kommt wieder zusammen, damit euch der Satan nicht durch eure Unbeherrschtheit versucht. 6Das sage ich als Zugeständnis, nicht als Gebot. 7Ich wünschte, alle wären, wie ich bin. Aber jeder hat seine eigene Gabe von unserem Vater – der eine so, der andere so. 8Den Unverheirateten und Witwen sage ich: Es ist gut für sie, wenn sie bleiben, wie ich bin. 9Können sie sich aber nicht beherrschen, so sollen sie heiraten – es ist besser zu heiraten, als vor Verlangen zu brennen. 10Den Verheirateten gebiete ich – nicht ich, sondern der Herr –: Eine Frau soll sich nicht von ihrem Mann trennen. 11Trennt sie sich aber doch, so soll sie unverheiratet bleiben oder sich mit ihrem Mann versöhnen – und ein Mann soll sich nicht von seiner Frau scheiden.
12Den Übrigen sage ich (ich, nicht der Herr): Wenn ein Bruder eine ungläubige Frau hat und sie bereit ist, bei ihm zu leben, so soll er sich nicht von ihr scheiden. 13Und wenn eine Frau einen ungläubigen Mann hat und er bereit ist, bei ihr zu leben, so soll sie sich nicht von ihm scheiden. 14Denn der ungläubige Mann wird durch die Frau geheiligt, und die ungläubige Frau wird durch den Bruder geheiligt. Sonst wären eure Kinder unrein, nun aber sind sie heilig. 15Trennt sich aber der ungläubige Teil, so lasst ihn sich trennen; der Bruder oder die Schwester ist in solchen Fällen nicht gebunden. Unser Vater hat euch zum Frieden berufen. 16Denn was weißt du, Frau, ob du deinen Mann retten wirst? Oder was weißt du, Mann, ob du deine Frau retten wirst?
17Nur soll jeder so leben, wie der Herr es ihm zugeteilt hat, wie unser Vater ihn berufen hat. So ordne ich es in allen Gemeinden an. 18War jemand beschnitten, als er berufen wurde? Er soll es nicht rückgängig machen. War jemand unbeschnitten, als er berufen wurde? Er soll sich nicht beschneiden lassen. 19Beschnittensein ist nichts, und Unbeschnittensein ist nichts, sondern es kommt darauf an, die Gebote unseres Vaters zu halten. 20Jeder bleibe in dem Stand, in dem er berufen wurde. 21Wurdest du als Sklave berufen? Das soll dich nicht bekümmern. Kannst du aber frei werden, so nutze es. 22Denn der Sklave, der im Herrn berufen ist, ist ein Freigelassener des Herrn; ebenso ist der Freie, der berufen ist, ein Sklave des Christus. 23Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht Sklaven von Menschen. 24Brüder, in welchem Stand jeder auch berufen wurde, darin bleibe er bei unserem Vater.
25Über die Unverheirateten habe ich kein Gebot vom Herrn, aber ich gebe mein Urteil als einer, den das Erbarmen des Herrn vertrauenswürdig gemacht hat. 26Ich meine nun, es sei gut angesichts der gegenwärtigen Not, dass ein Mensch bleibt, wie er ist. 27Bist du an eine Frau gebunden? So suche keine Lösung. Bist du frei von einer Frau? So suche keine Frau. 28Heiratest du aber doch, so sündigst du nicht; und heiratet eine Jungfrau, so sündigt sie nicht. Doch solche Menschen werden Bedrängnis im Fleisch erfahren, und ich möchte euch das ersparen. 29Das aber sage ich, Brüder: Die Zeit ist kurz geworden. Von nun an sollen die, die Frauen haben, so leben, als hätten sie keine, 30und die weinen, als weinten sie nicht, und die sich freuen, als freuten sie sich nicht, und die kaufen, als besäßen sie nichts, 31und die mit der Welt umgehen, als hätten sie nichts mit ihr zu schaffen – denn die gegenwärtige Gestalt dieser Welt vergeht.
32Ich möchte aber, dass ihr ohne Sorgen seid. Der unverheiratete Mann sorgt sich um die Sache des Herrn, wie er dem Herrn gefalle. 33Der verheiratete Mann aber sorgt sich um die Dinge der Welt, wie er seiner Frau gefalle, 34und so ist er geteilt. Die unverheiratete Frau und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, dass sie heilig seien an Leib und Geist; die verheiratete Frau aber sorgt sich um die Dinge der Welt, wie sie ihrem Mann gefalle. 35Das sage ich zu eurem Nutzen, nicht um euch einzuschränken, sondern damit es geziemend zugehe und ihr ungeteilt beim Herrn bleibt.
36Wenn aber jemand meint, er handle unziemlich gegenüber seiner Verlobten, und sein Verlangen ist stark und es muss sein, so tue er, was er will – sie sollen heiraten; das ist keine Sünde. 37Wer aber in seinem Herzen fest steht, nicht gezwungen ist, sondern Macht über seinen eigenen Willen hat und in seinem Herzen entschieden hat, seine Verlobte unberührt zu lassen, der handelt gut. 38So handelt der, der seine Verlobte heiratet, gut; und der, der sie nicht heiratet, handelt besser.
39Eine Frau ist an ihren Mann gebunden, solange er lebt; stirbt aber der Mann, so ist sie frei zu heiraten, wen sie will, nur im Herrn. 40Glücklicher aber ist sie, nach meiner Meinung, wenn sie so bleibt, wie sie ist. Und ich denke, auch ich habe den Geist unseres Vaters.