Sammelt euch vor dem Sturm
Der Ruf ergeht, sich zu sammeln, bevor der Zorn und der Beschluss unseres Vaters über das Land kommen, und die einzige Hoffnung, die geboten wird, ist ein 'vielleicht' — sucht Demut, und vielleicht werdet ihr geborgen. Dann werden die Völker ringsum eines nach dem anderen genannt, zuletzt das stolze Ninive, seiner selbst sicher, als Trümmerhaufen zurückgelassen.
2 1Sammelt euch, sammelt euch, du schamloses Volk, 2ehe der Beschluss gebiert—der Tag fährt dahin wie Spreu—ehe der brennende Zorn unseres Vaters über euch kommt, ehe der Tag des Zorns unseres Vaters über euch kommt. 3Sucht unseren Vater, all ihr Demütigen des Landes, die ihr sein Recht erfüllt; sucht Gerechtigkeit, sucht Demut. Vielleicht werdet ihr geborgen am Tag des Zorns unseres Vaters. 4Denn Gaza wird verlassen sein, und Aschkelon eine Einöde; Aschdod wird am Mittag vertrieben, und Ekron entwurzelt. 5Wehe euch, die ihr am Meer wohnt, Volk der Kreter! Das Wort unseres Vaters ist gegen euch, Kanaan, du Land der Philister: „Ich will vernichten dich, bis kein Bewohner mehr übrig ist.“ 6Und die Meeresküste wird zu Weideplätzen, mit Auen für Hirten und Hürden für Herden. 7Die Küste wird dem Rest des Hauses Juda gehören; dort werden sie weiden, und in den Häusern von Aschkelon werden sie sich am Abend lagern. Denn unser Vater wird sich ihrer annehmen und ihr Geschick wenden. 8Ich habe den Hohn Moabs gehört und die Schmähungen der Ammoniter, mit denen sie mein Volk verhöhnt und sich über ihr Gebiet gebrüstet haben.
9Darum, so wahr ich lebe, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen, unser Vater Israels: Moab soll wie Sodom werden und die Ammoniter wie Gomorra—ein Land voll Nesseln und Salzgruben, eine Wüste für immer. Der Rest meines Volkes wird sie plündern, und die Übriggebliebenen meiner Nation werden sie in Besitz nehmen. 10„Das wird ihnen zuteil für ihren Hochmut, weil sie höhnten und sich brüsteten gegen das Volk des Vaters der himmlischen Heerscharen. 11Unser Vater wird furchtbar über sie sein, denn er wird alle Götter der Erde dahinschwinden lassen; und alle Küstenländer der Völker werden ihn anbeten, ein jedes von seinem Ort aus.“
12Auch ihr Kuschiter werdet von meinem Schwert erschlagen.
13Und er wird seine Hand gegen den Norden ausstrecken und Assur vernichten, und er wird Ninive zur Einöde machen, dürr wie die Wüste. 14Herden werden sich in ihrer Mitte lagern, allerlei wilde Tiere; sowohl die Eule als auch der Igel werden auf ihren Säulenknäufen nächtigen. Eine Stimme wird in den Fenstern singen, Trümmer auf der Schwelle, denn das Zedernwerk ist bloßgelegt. 15Das ist die sorglose Stadt, die in Sicherheit wohnte, die in ihrem Herzen sprach: „Ich bin es, und außer mir ist keiner mehr.“ Welch eine Trümmerstätte ist sie geworden, ein Lager für wilde Tiere! Jeder, der an ihr vorübergeht, zischt und schüttelt die Faust.