Kehrt zu mir zurück
Visionen der Wiederherstellung für die zurückgekehrten Verbannten, die auf einen kommenden König vorausweisen, der demütig auf einem Esel einzieht. Seine Verheißungen kreisen um einen Bundesrefrain: Sie werden mein Volk sein und ich ihr Vater.
1 1Im zweiten Jahr des Darius, im achten Monat, erging das Wort unseres Vaters an Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten: 2Unser Vater war sehr zornig über eure Väter.
3Darum sage ihnen: So spricht der Vater der himmlischen Heerscharen: Kehrt zu mir zurück, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen, so will ich mich zu euch kehren, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen. 4Seid nicht wie eure Väter, denen die früheren Propheten verkündeten: So spricht der Vater der himmlischen Heerscharen: Kehrt doch um von euren bösen Wegen und euren bösen Taten! Aber sie hörten nicht und achteten nicht auf mich, spricht unser Vater.
5Eure Väter – wo sind sie nun? Und die Propheten, leben sie ewig?
6Aber meine Worte und meine Ordnungen, die ich meinen Knechten, den Propheten, gebot – haben sie nicht eure Väter erreicht? Da kehrten sie um und sprachen: ‚Wie der Vater der himmlischen Heerscharen sich vorgenommen hatte, uns zu tun nach unseren Wegen und Taten, so hat er an uns gehandelt.‘
Der Vater sendet seine Reiter
7Am vierundzwanzigsten Tag des elften Monats, das ist der Monat Schebat, im zweiten Jahr des Darius, erging das Wort unseres Vaters an Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten: 8In der Nacht hatte ich ein Gesicht, und siehe, ein Mann ritt auf einem roten Pferd, und er hielt unter den Myrten in einer Schlucht, und hinter ihm waren rote, braune und weiße Pferde. 9Ich fragte: ‚Was sind diese, mein Herr?‘ Da sprach der Engel, der mit mir redete, zu mir: ‚Ich will dir zeigen, was diese sind.‘
10Da antwortete der Mann, der unter den Myrten hielt: ‚Diese sind es, die unser Vater ausgesandt hat, die Erde zu durchziehen.‘
11Und sie antworteten dem Engel unseres Vaters, der unter den Myrten hielt, und sprachen: ‚Wir haben die Erde durchzogen, und siehe, die ganze Erde sitzt still und ruht in Frieden.‘
12Da antwortete der Engel unseres Vaters und sprach: ‚Vater der himmlischen Heerscharen, wie lange willst du dich nicht erbarmen über Jerusalem und die Städte Judas, über die du nun diese siebzig Jahre zornig bist?‘
13Und unser Vater antwortete dem Engel, der mit mir redete, mit freundlichen und tröstlichen Worten.
14Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: ‚Verkünde: So spricht der Vater der himmlischen Heerscharen: Ich eifere mit großem Eifer für Jerusalem und Zion,‘ 15aber ich bin sehr zornig über die selbstsicheren Völker; denn ich war nur ein wenig zornig, sie aber machten das Unheil noch größer. 16Darum spricht unser Vater: Ich kehre mich Jerusalem wieder zu mit Erbarmen; mein Haus soll darin wieder aufgebaut werden, spricht der Vater der himmlischen Heerscharen, und die Messschnur soll über Jerusalem ausgespannt werden.
17Verkünde weiter: So spricht der Vater der himmlischen Heerscharen: Meine Städte sollen wieder überfließen von Gutem, und unser Vater wird Zion wieder trösten und Jerusalem wieder erwählen.
Die Hörner und die Schmiede
18Und ich hob meine Augen auf und sah, und siehe, da waren vier Hörner. 19Und ich fragte den Engel, der mit mir redete: ‚Was sind diese?‘ Er sprach zu mir: ‚Das sind die Hörner, die Juda, Israel und Jerusalem zerstreut haben.‘
20Und unser Vater ließ mich vier Schmiede sehen. 21Da fragte ich: ‚Was wollen diese tun?‘ Er sprach: ‚Das sind die Hörner, die Juda so zerstreut haben, dass niemand sein Haupt erheben konnte; diese aber sind gekommen, um sie zu schrecken und die Hörner niederzuwerfen, die die Völker gegen das Land Juda erhoben haben, um es zu zerstreuen.‘