Eine offene Tür im Himmel
Johannes wird durch eine offene Tür heraufgerufen und findet einen Thron, der schon besetzt ist. Blitze, ein gläsernes Meer, Wesen, die ohne Unterlass „Heilig“ sagen. Vierundzwanzig Älteste werfen ihre Kronen nieder und sagen unserem Vater, dass er würdig ist, weil alles durch seinen Willen besteht.
4 1Danach sah ich: Eine Tür stand offen im Himmel. Und die erste Stimme, die ich gehört hatte, die wie eine Posaune zu mir redete, sprach: „Komm herauf, und ich will dir zeigen, was danach geschehen muss.“
2Sogleich war ich im Geist, und siehe, ein Thron stand im Himmel, und auf dem Thron saß einer. a a v2 Der auf dem Thron sitzt, ist unser Vater. Offb 5,7 — das Lamm nimmt die Schriftrolle aus der rechten Hand dessen, der auf dem Thron sitzt — bestätigt, dass Vater und Sohn hier unterschieden sind. In Offb 22,1 teilen sie den Thron. 3Und der da saß, war anzusehen wie Jaspis und Karneol, und ein Regenbogen wie ein Smaragd umgab den Thron. 4Vierundzwanzig Throne umgaben den Thron; und auf ihnen saßen vierundzwanzig Älteste in weißen Kleidern, mit goldenen Kronen auf ihren Häuptern.
5Und von dem Thron gingen Blitze, Stimmen und Donner aus. Und sieben brennende Fackeln loderten vor dem Thron — das ist der siebenfältige Geist unseres Vaters. b b v5 Die sieben Geister unseres Vaters benennen den Heiligen Geist in seiner siebenfältigen Fülle — ein Widerhall von Jesaja 11,2, wo der Geist in sieben Dimensionen auf dem Messias ruht: Weisheit, Verstand, Rat, Stärke, Erkenntnis und Ehrfurcht. 6Und vor dem Thron war es wie ein gläsernes Meer, klar wie Kristall. Und rings um den Thron, auf jeder Seite, waren vier Lebewesen, voller Augen vorn und hinten. 7Das erste Lebewesen glich einem Löwen, das zweite Lebewesen einem Stier, das dritte Lebewesen hatte ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte Lebewesen glich einem fliegenden Adler. 8Und die vier Lebewesen, ein jedes von ihnen mit sechs Flügeln, sind voller Augen ringsum und innen. Und ohne Unterlass sagen sie Tag und Nacht: „Heilig, heilig, heilig ist der herrschende Vater, der Allmächtige, der war und der ist und der kommt!“ c c v8 Die christliche Überlieferung hat das dreifache „Heilig“ seit Langem als Anbetung aller drei Personen gehört — unseres Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Unser Vater sitzt hier auf dem Thron; der Sohn tritt im nächsten Kapitel als das Lamm in die Anbetung ein; der Heilige Geist ist der siebenfältige Geist, der in V. 5 genannt wird.
9Und sooft die Lebewesen dem Ehre und Preis und Dank geben, der auf dem Thron sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, 10fallen die vierundzwanzig Ältesten nieder vor dem, der auf dem Thron sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und werfen ihre Kronen nieder vor dem Thron und sprechen: 11„Würdig bist du, unser Vater, zu empfangen Ehre und Preis und Macht, denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen waren sie und wurden sie geschaffen.“