Der Bote unseres Vaters in Bochim
2 1Der Bote unseres Vaters zog von Gilgal nach Bochim hinauf und sprach: „Ich habe euch aus Ägypten heraufgeführt in das Land, das ich euren Vätern geschworen habe. Ich sprach: ‚Ich werde meinen Bund mit euch niemals brechen. 2Ihr aber sollt keinen Bund mit den Bewohnern dieses Landes schließen; ihre Altäre sollt ihr niederreißen.‘ Doch ihr habt meiner Stimme nicht gehorcht. Was habt ihr da getan? 3Darum sage ich nun: Ich werde sie nicht vor euch vertreiben; sie werden euch zu Dornen in den Seiten werden, und ihre Götter werden euch zur Falle.“
4Als der Bote unseres Vaters diese Worte zu allen Israeliten geredet hatte, erhob das Volk seine Stimme und weinte laut. 5Und sie nannten jenen Ort Bochim, und dort opferten sie unserem Vater. a a v5 Bochim bedeutet „die Weinenden“ — das Volk benannte den Ort nach dem Weinen, das ausbrach, als es hörte, wie weit es sich von seinem Vater entfernt hatte.
Josuas Generation vergeht
6Als Josua das Volk entließ, ging jeder der Israeliten in sein eigenes Erbland, um es in Besitz zu nehmen. 7Das Volk diente unserem Vater alle Tage Josuas und der Ältesten, die ihn überlebten und die das ganze große Werk gesehen hatten, das unser Vater für Israel getan hatte. 8Josua, der Sohn Nuns, der Knecht unseres Vaters, starb im Alter von 110 Jahren. 9Und man begrub ihn in seinem Erbland zu Timnat-Heres im Gebirge Ephraim, nördlich vom Berg Gaasch.
Eine Generation vergisst den Vater
10Auch jene ganze Generation wurde zu ihren Vätern versammelt, und ein anderes Geschlecht kam nach ihnen auf, das unseren Vater nicht kannte noch das Werk, das er für Israel getan hatte. 11Die Israeliten taten, was böse war in den Augen unseres Vaters, und dienten den Baalen. 12Sie verließen unseren Vater, den Gott ihrer Väter, der sie aus dem Land Ägypten herausgeführt hatte. Sie liefen anderen Göttern nach, den Göttern der umliegenden Völker, warfen sich vor ihnen nieder und reizten unseren Vater zum Zorn. 13Sie verließen unseren Vater und dienten dem Baal und den Astarten. 14Da entbrannte der Zorn unseres Vaters über Israel, und er gab sie in die Hand von Räubern, die sie ausplünderten, und verkaufte sie in die Hand der Feinde ringsumher, sodass sie nicht mehr vor ihren Feinden bestehen konnten. 15Überall, wohin sie auszogen, war die Hand unseres Vaters gegen sie zum Unheil, wie er es ihnen gesagt und geschworen hatte. Und sie waren in großer Not.
16Da ließ unser Vater Richter aufstehen, die sie aus der Hand ihrer Räuber retteten. 17Aber auch auf ihre Richter hörten sie nicht, sondern hurten anderen Göttern nach und warfen sich vor ihnen nieder. Schnell wichen sie ab von dem Weg, den ihre Väter gegangen waren, die den Geboten unseres Vaters gehorcht hatten; sie aber taten nicht ebenso. 18Wenn unser Vater ihnen Richter erweckte, so war er mit dem Richter und rettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der Richter lebte; denn unser Vater ließ sich zum Erbarmen bewegen durch ihr Wehklagen über die, die sie bedrängten und bedrückten. 19Wenn aber der Richter starb, so kehrten sie um und trieben es ärger als ihre Väter, indem sie anderen Göttern nachliefen, um ihnen zu dienen und sich vor ihnen niederzuwerfen. Sie ließen nicht ab von ihren Taten und von ihrem halsstarrigen Wandel.
20Da entbrannte der Zorn unseres Vaters über Israel, und er sprach: „Weil dieses Volk meinen Bund gebrochen hat, den ich ihren Vätern geboten habe, und meiner Stimme nicht gehorcht hat, 21so will auch ich künftig keines der Völker mehr vor ihnen vertreiben, die Josua bei seinem Tod übrig gelassen hat, 22um Israel durch sie zu prüfen, ob sie den Weg unseres Vaters halten und darauf wandeln würden, wie ihre Väter darauf gewandelt sind, oder nicht.“
23So ließ unser Vater jene Völker bleiben und vertrieb sie nicht sogleich und gab sie nicht in die Hand Josuas.