Wende dich zu Gott und lass dich zurechtweisen
5 1„Rufe doch — ist da einer, der dir antwortet? An welchen der Heiligen willst du dich wenden? 2Denn den Toren bringt der Zorn um, und den Einfältigen tötet die Eifersucht. 3Ich selbst sah einen Toren Wurzel fassen, doch plötzlich verfluchte ich seine Wohnung. 4Seine Kinder sind fern von Sicherheit; sie werden vor Gericht zertreten, und niemand rettet sie. 5Die Hungrigen essen seine Ernte, und holen sie selbst aus den Dornen, und die Durstigen lechzen nach seinem Reichtum. 6Denn Unheil kommt nicht aus dem Staub, und Mühsal sprießt nicht aus dem Erdboden. 7Sondern der Mensch ist zur Mühsal geboren, so gewiss die Funken nach oben fliegen.
8„Ich aber würde Gott suchen, und Gott würde ich meine Sache anvertrauen. 9Er tut große Dinge, die unerforschlich sind, Wunder ohne Zahl. 10Er gibt Regen auf die Erde und sendet Wasser auf die Felder. 11Er stellt die Niedrigen empor, und die Trauernden werden zur Sicherheit erhoben. 12Er vereitelt die Pläne der Listigen, sodass ihre Hände nichts ausrichten. 13Er fängt die Weisen in ihrer Schlauheit, und die Anschläge der Hinterlistigen werden hinweggefegt. 14Am hellen Tag stoßen sie auf Finsternis und tappen am Mittag wie in der Nacht. 15Aber er rettet den Bedürftigen vor dem Schwert ihres Mundes, und aus der Hand des Mächtigen. 16So haben die Armen Hoffnung, und die Ungerechtigkeit verschließt ihren Mund.
17„Wie glücklich ist der Mensch, den Gott zurechtweist; darum verachte nicht die Zucht des Allmächtigen. a a v17 Dies sind die Worte des Elifas — nicht das Urteil des Vaters über Hiob. In 42,7 weist der Vater Elifas zurecht, weil er ihn falsch dargestellt hat; was wie gesicherte Weisheit klingt, wird hier als Waffe gebraucht, um zu unterstellen, Hiobs Leiden müsse eine verborgene Sünde beweisen. 18Denn er verwundet, aber er verbindet; er zerschlägt, aber seine Hände heilen. 19Aus sechs Nöten wird er dich erretten, und in sieben wird dich kein Unheil berühren. 20In Hungersnot wird er dich vom Tod erlösen, und im Krieg von der Gewalt des Schwertes. 21Du wirst geborgen sein vor der Geißel der Zunge, und dich nicht fürchten vor der Verwüstung, wenn sie kommt. 22Über Verwüstung und Hunger wirst du lachen, und die wilden Tiere der Erde wirst du nicht fürchten. 23Denn mit den Steinen des Feldes wirst du im Bund stehen, und die wilden Tiere des Feldes werden Frieden mit dir halten. 24Du wirst erfahren, dass dein Zelt sicher ist; du wirst deine Hürde mustern und nichts vermissen. 25Du wirst erfahren, dass deine Kinder zahlreich sein werden, und deine Nachkommen wie das Gras der Erde. 26Du wirst in reifem Alter zu deinem Grab kommen, wie eine Garbe eingebracht wird zu ihrer Zeit.
27„Sieh, dies haben wir erforscht, und so ist es. Höre es, und nimm es dir zu Herzen.“