Der Donner seiner Stimme
37 1„Darüber erzittert auch mein Herz und springt von seiner Stelle. 2Hört genau auf den Donner seiner Stimme, auf das Grollen, das aus seinem Munde geht. 3Unter dem ganzen Himmel lässt er ihn los und seinen Blitz bis an die Enden der Erde. 4Danach eine Stimme — sie brüllt; er donnert mit seiner erhabenen Stimme und hält den Blitz nicht zurück, wenn seine Stimme gehört wird. 5Gott donnert wunderbar mit seiner Stimme; er tut große Dinge, die wir nicht begreifen können. 6Denn zum Schnee spricht er: ‚Falle auf die Erde‘, und zum Regenguss: ‚Sei ein gewaltiger Wolkenbruch.‘ 7Er versiegelt die Hand eines jeden Menschen, damit alle, die er gemacht hat, sein Werk erkennen. a a v7 „Versiegelt die Hand“ ist eine hebräische Redewendung: Gottes Sturm hält alles menschliche Tun an und lässt die Menschen innehalten und wahrnehmen, was er tut. 8Dann gehen die Tiere in ihre Verstecke und bleiben in ihren Höhlen. 9Aus seiner Kammer kommt der Wirbelsturm, und von den zerstreuenden Winden die Kälte. 10Durch den Atem Gottes entsteht Eis, und die weiten Wasser erstarren zu festem Grund. 11Er belädt die dichte Wolke mit Feuchtigkeit; die Wolken zerstreuen seinen Blitz. 12Sie wenden sich hin und her nach seiner Lenkung, um alles zu tun, was er ihnen gebietet über die weite bewohnte Erde. 13Sei es zur Züchtigung, sei es für sein Land, oder aus Bundesliebe — er lässt es geschehen.
14„Höre dies, Hiob; steh still und betrachte die Wunder Gottes. 15Weißt du, wie Gott ihnen seinen Befehl auferlegt und den Blitz seiner Wolke aufleuchten lässt? 16Weißt du, wie die Wolken im Gleichgewicht schweben, die Wunder dessen, der vollkommen ist an Erkenntnis? 17Du, dessen Kleider heiß werden, wenn das Land still liegt unter dem Südwind, 18kannst du mit ihm den Himmel ausbreiten, fest wie ein Spiegel aus gegossenem Metall?
19„Lehre uns, was wir sagen sollen zu ihm; wir können unsere Sache nicht vorbringen wegen der Finsternis. 20Soll ihm gesagt werden, dass ich reden will? Wünschte sich jemand, verschlungen zu werden? 21Und nun kann niemand das Licht ansehen, wenn es hell am Himmel leuchtet, nachdem der Wind vorübergezogen ist und ihn gereinigt hat. 22Aus dem Norden kommt goldener Glanz; ehrfurchtgebietende Hoheit umgibt Gott. 23Den Allmächtigen — wir können nicht erreichen ihn; er ist groß an Macht, doch in Recht und reicher Gerechtigkeit tut er kein Unrecht. 24Darum fürchten die Menschen ihn; er achtet nicht auf die, die in ihren eigenen Augen weise sind.“