Mein Geist ist gebrochen
17 1„Mein Geist ist gebrochen, meine Tage sind ausgelöscht, das Grab ist bereit für mich. 2Wahrlich, Spötter umringen mich, und meine Augen können nicht wegsehen von ihrem Höhnen.
3„Leg ein Pfand für mich bei dir selbst nieder; wer sonst wird sein Wort als mein Bürge geben? 4Denn du hast ihren Sinn dem Verstehen verschlossen; darum wirst du sie nicht triumphieren lassen. 5Wer Freunde um eigenen Vorteils willen anklagt—dessen Kinder werden mit brechenden Augen dahinschwinden.
6„Er hat mich zum Spottwort unter den Völkern gemacht, zu einem, dem man ins Gesicht speit. 7Mein Auge ist trübe geworden vor Kummer, und alle meine Glieder sind wie ein Schatten. 8Die Aufrichtigen entsetzen sich darüber, und der Unschuldige empört sich über den Gottlosen. 9Doch der Gerechte hält an seinem Weg fest, und wer reine Hände hat, wird stärker und stärker.
10„Aber kommt wieder her, ihr alle, kommt nun—ich finde nicht einen Weisen unter euch. 11Meine Tage sind dahin, meine Pläne sind zerschlagen, und mit ihnen die Wünsche meines Herzens. 12Sie machen die Nacht zum Tag; ‚das Licht‘, sagen sie, ‚ist nahe‘—angesichts der Finsternis. 13Wenn ich das Grab als mein Haus erhoffe, wenn ich mein Bett in der Finsternis ausbreite, 14wenn ich zur Grube rufe: ‚Du bist mein Vater‘, und zum Wurm: ‚Meine Mutter‘ und ‚Meine Schwester‘, 15wo ist dann meine Hoffnung? Wer kann noch irgendeine Hoffnung für mich sehen? 16Wird sie hinabfahren zu den Pforten des Grabes? Werden wir zusammen in den Staub hinabsinken?“