Die Warnung unseres Vaters: Bleibt im Land
Die Anführer schwören, jeder Antwort zu gehorchen, und bitten Jeremia zu beten. Nach zehn Tagen kommt das Wort unseres Vaters: Bleibt, und ihr werdet eingepflanzt und bewahrt; geht nach Ägypten, und das Schwert und der Hunger, die ihr fürchtet, werden euch dorthin folgen. Sie hatten sich bereits entschieden.
42 1Da traten alle Anführer der Truppen herzu, samt Johanan, dem Sohn Kareachs, und Jesanja, dem Sohn Hoschajas, und das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum Größten, 2und sprachen zu dem Propheten Jeremia: „Lass doch unser Flehen vor dich kommen: Bete für uns zu deinem Vater, für diesen ganzen Überrest — denn wir sind wenige, die von vielen übrig geblieben sind, wie du siehst, 3damit dein Vater uns den Weg zeige, den wir gehen sollen, und was wir tun sollen.“
4Der Prophet Jeremia sprach zu ihnen: „Ich habe euch gehört. Siehe, ich will zu eurem Vater beten, wie ihr es begehrt, und euch alles verkünden, was euer Vater antwortet, und euch nichts vorenthalten.“
5Sie sprachen zu Jeremia: „Unser Vater sei ein wahrer und treuer Zeuge gegen uns, wenn wir nicht nach allem handeln, was dein Vater dir aufträgt, uns zu sagen. 6Es sei gut oder böse, wir wollen der Stimme unseres Vaters gehorchen, zu dem wir dich senden, damit es uns wohlergehe, wenn wir der Stimme unseres Vaters gehorchen.“
7Nach zehn Tagen aber kam das Wort unseres Vaters zu Jeremia. 8Da rief er Johanan, den Sohn Kareachs, und alle Anführer, die bei ihm waren, und das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum Größten,
9und sprach zu ihnen: „So spricht unser Vater Israels, zu dem ihr mich gesandt habt, euer Flehen vor ihn zu bringen:
10Wenn ihr in diesem Land bleibt, so will ich euch bauen und nicht niederreißen; ich will euch pflanzen und nicht ausreißen — denn es reut mich das Unheil, das ich euch angetan habe.
11Fürchtet euch nicht vor dem König von Babel, vor dem ihr euch jetzt fürchtet. Fürchtet euch nicht vor ihm, spricht unser Vater, denn ich bin mit euch, um euch zu retten und aus seiner Hand zu erretten.
12Ich will euch Erbarmen erweisen, sodass der König von Babel sich über euch erbarmt und euch in euer Land zurückkehren lässt.
13Wenn ihr aber sagt: ‚Wir wollen nicht in diesem Land bleiben‘, und so der Stimme eures Vaters nicht gehorcht, 14und sprecht: ‚Nein, wir wollen nach Ägypten ziehen, wo wir keinen Krieg sehen und keinen Trompetenschall hören und nicht nach Brot hungern werden, und dort wollen wir wohnen‘, 15so hört nun das Wort unseres Vaters, ihr Überrest Judas. So spricht der Vater der himmlischen Heerscharen, der Vater Israels: Wenn ihr euren Sinn darauf richtet, nach Ägypten zu ziehen, um dort zu wohnen, 16so wird euch das Schwert, vor dem ihr euch fürchtet, dort in Ägypten ereilen, und der Hunger, vor dem euch graut, wird euch nach Ägypten folgen, und dort werdet ihr sterben. 17Und alle, die sich vorgenommen haben, nach Ägypten zu ziehen, um dort zu wohnen, werden durch Schwert, Hunger und Pest sterben; keiner von ihnen wird übrig bleiben oder dem Unheil entrinnen, das ich über sie bringe.
18Denn so spricht der Vater der himmlischen Heerscharen, der Vater Israels: Wie mein Zorn und mein Grimm sich über die Bewohner Jerusalems ergossen haben, so wird sich mein Grimm über euch ergießen, wenn ihr nach Ägypten zieht. Ihr werdet zum Fluch, zum Entsetzen, zum Spott und zur Schmach werden und diese Stätte nie wieder sehen.“
19„Unser Vater hat zu euch geredet, ihr Überrest Judas: Zieht nicht nach Ägypten! Wisst gewiss, dass ich euch heute gewarnt habe. 20Ihr habt euch selbst in die Irre geführt und damit euer Leben verwirkt, denn ihr habt mich zu eurem Vater gesandt und gesagt: ‚Bete für uns zu unserem Vater; und alles, was er sagt, das verkünde uns, so wollen wir es tun.‘ 21Heute habe ich es euch verkündet, aber ihr habt der Stimme eures Vaters nicht gehorcht in allem, wozu er mich zu euch gesandt hat. 22So wisst nun gewiss, dass ihr durch Schwert, Hunger und Pest sterben werdet an dem Ort, wohin ihr zu ziehen begehrt, um dort zu wohnen.“