Der Geist des Vaters salbt mich
Der Gesalbte nennt, zu wem er gesandt wurde: zu den Armen, den gebrochenen Herzen, den Gefangenen, den Trauernden in Zion. Asche wird gegen eine Krone getauscht, Verzweiflung gegen Lobpreis. Unser Vater sagt, dass er das Recht liebt und Raub hasst, und die zerstörten Städte werden von den Beschämten wieder aufgebaut.
61 1Der Geist des souveränen Vaters ruht auf mir, weil unser Vater mich gesalbt hat, den Armen gute Botschaft zu bringen. Er hat mich gesandt, die zerbrochenen Herzen zu verbinden, den Gefangenen Freiheit zu verkünden und Befreiung denen, die in Finsternis gebunden sind, a a v1 Jesus begann seinen öffentlichen Dienst, indem er genau diese Worte in der Synagoge von Nazaret vorlas und sprach: „Heute ist dieses Schriftwort erfüllt vor euren Ohren“ (Lukas 4,18-21). Der Knecht, der hier spricht, ist Jesus — vom Geist gesalbt, von unserem Vater gesandt. 2zu verkünden das Gnadenjahr unseres Vaters und den Tag der Vergeltung unseres Vaters, zu trösten alle Trauernden, 3für die Trauernden Zions zu sorgen—ihnen einen Kranz der Schönheit zu geben statt Asche, Freudenöl statt Trauer, ein Gewand des Lobes statt eines verzagten Geistes; sodass sie Bäume der Gerechtigkeit genannt werden, die Pflanzung unseres Vaters, damit er verherrlicht werde.
4Sie werden die uralten Trümmer wieder aufbauen und aufrichten, was lange zerstört dalag; sie werden die verwüsteten Städte erneuern, die viele Generationen lang öde lagen. 5Fremde werden eure Herden weiden; Ausländer werden eure Ackerleute und Weingärtner sein. 6Ihr aber werdet Priester unseres Vaters genannt werden; man wird euch Diener unseres Vaters nennen. Ihr werdet die Güter der Völker genießen und euch ihres Reichtums rühmen. 7Statt eurer Schande werdet ihr einen doppelten Anteil empfangen, und statt der Schmach werdet ihr über euer Erbteil jubeln; so werdet ihr in eurem Land einen doppelten Anteil besitzen, und ewige Freude wird euer sein.
8„Denn ich, euer Vater, liebe das Recht; ich hasse Raub und Unrecht. In meiner Treue werde ich meinem Volk seinen Lohn geben und einen ewigen Bund mit ihm schließen. 9Ihre Kinder werden unter den Nationen bekannt sein und ihre Nachkommen unter den Völkern; alle, die sie sehen, werden anerkennen, dass sie die Kinder sind, die unser Vater gesegnet hat.“
10Ich will mich hoch freuen in unserem Vater; meine Seele wird jubeln in unserem Vater. Denn er hat mich mit Kleidern des Heils bekleidet und mich mit dem Mantel der Gerechtigkeit bedeckt, wie ein Bräutigam sein Haupt schmückt gleich einem Priester und wie eine Braut sich mit ihrem Geschmeide schmückt. b b v10 Im alten Israel trugen Bräutigame bei ihrer Hochzeit einen prächtigen Kopfschmuck, so wie ihn die Priester im Tempeldienst trugen. 11Denn wie das Erdreich seine Sprossen hervorbringt und wie ein Garten aufgehen lässt, was gesät ist, so wird der souveräne Vater Gerechtigkeit und Lob aufgehen lassen vor allen Völkern.