Kommt zu den Wassern
Die Einladung ergeht an Menschen ohne Geld: Kommt, esst und trinkt umsonst, hört auf, für das zu zahlen, was nie sättigt. Die Gedanken unseres Vaters reichen höher als ihre, darum ist seine Vergebung freier, als sie erwarten. Sein Wort kommt, wie der Regen, nicht leer zurück.
55 1„Hört! Alle, die ihr durstig seid, kommt zum Wasser; und die ihr kein Geld habt, kommt, kauft Speise und esst! Kommt, kauft Wein und Milch ohne Bezahlung — umsonst. 2Warum gebt ihr Geld aus für das, was kein Brot ist, und euren Verdienst für das, was nicht satt macht? Hört aufmerksam auf mich, und esst, was gut ist, und eure Seele wird sich am köstlichsten Mahl erfreuen. 3Neigt eure Ohren her und kommt zu mir; hört, so wird eure Seele leben. Ich will mit euch einen ewigen Bund schließen, meine treue Liebe, die David verheißen ist. a a v3 Paulus zitiert diesen Vers in Apostelgeschichte 13,34 im Blick auf die Auferstehung Jesu — der ewige Bund unseres Vaters mit David findet seine Fülle im auferstandenen Christus. 4Siehe, ich habe ihn den Völkern zum Zeugen gesetzt, zum Fürsten und Gebieter der Völker. 5Siehe, du wirst ein Volk rufen, das du nicht kennst, und ein Volk, das dich nicht kennt, wird zu dir laufen um deines Vaters willen, des Heiligen Israels, denn er hat dich verherrlicht.“
6Sucht unsern Vater, solange er zu finden ist; ruft ihn an, solange er nahe ist. 7Der Gottlose verlasse seinen Weg, und der Ungerechte seine Gedanken. Er kehre um zu unserm Vater, und das Herz unseres Vaters wird sich über ihn erbarmen; kehre um zu unserm Vater, denn er wird reichlich vergeben.
8„Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege, spricht unser Vater. 9Denn so viel der Himmel höher ist als die Erde, so sind auch meine Wege höher als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
10Denn wie der Regen und der Schnee vom Himmel fällt und nicht wieder dahin zurückkehrt, sondern die Erde tränkt und sie fruchtbar macht und sprossen lässt, dass sie dem Sämann Samen gibt und Brot dem, der isst, 11so soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: Es wird nicht leer zu mir zurückkehren, sondern wird tun, was mir gefällt, und ausrichten, wozu ich es sende. 12Ihr werdet in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden; die Berge und die Hügel werden in Jubel ausbrechen vor euch, und alle Bäume auf dem Felde werden in die Hände klatschen. 13Statt des Dornbuschs wird die Zypresse wachsen, und statt der Nessel wird die Myrte wachsen. Das wird unserm Vater zum Ruhm geschehen, ein ewiges Zeichen, das nicht ausgetilgt wird.“