Bel und Nebo beugen sich nieder
Babylons Götter müssen von erschöpften Tieren auf Karren geschleppt werden und können sich nicht selbst retten. Gegen dieses Bild sagt unser Vater, dass er Israel seit vor der Geburt getragen hat und sie noch im grauen Haar tragen wird. Der Götze ist eine Last; er ist der, der trägt.
46 1Bel beugt sich nieder, Nebo krümmt sich; ihre Götzen sind auf Tiere und Vieh geladen. Was ihr tragt, wird aufgeladen, eine Last für die müden Tiere. a a v1 Bel und Nebo sind die obersten Götter Babylons; die Szene malt aus, wie ihre Standbilder auf Wagen geladen werden, während die Stadt fällt. 2Zusammen krümmen sie sich, sie beugen sich nieder; sie können sich selbst nicht retten und ziehen in die Gefangenschaft.
3„Hört auf mich, Haus Jakob, aller Rest des Hauses Israel — ihr, die ich getragen habe schon vor eurer Geburt, aufgehoben vom Mutterleib an. 4Bis in euer Alter bin ich derselbe, und bis euer Haar grau wird, will ich euch tragen. Ich habe euch gemacht, und ich will euch aufheben; ich will euch tragen und euch erretten. b b v4 Anders als die Götzen, die ihre Anbeter tragen müssen, trägt unser Vater seine Kinder — vom Mutterleib bis ins Alter setzt er sie niemals ab.
5„Wem wollt ihr mich nachbilden oder gleichstellen? Wem wollt ihr mich vergleichen, dass wir einander gleich wären? 6Sie schütten Gold aus dem Beutel und wiegen Silber auf der Waage; sie mieten einen Goldschmied, und er macht daraus einen Gott — dann beugen sie sich nieder, ja, sie beten es an. 7Sie heben ihn auf ihre Schultern und tragen ihn; sie stellen ihn an seinen Platz, und dort steht er — von seiner Stelle rührt er sich nicht. Wenn jemand zu ihm schreit, kann er nicht antworten noch ihn erretten aus seiner Not.
8„Denkt daran und steht fest; nehmt es euch zu Herzen, ihr Abtrünnigen. 9Denkt an das Frühere von Anbeginn, denn ich bin euer Vater, und es ist kein anderer; ich bin euer Vater, und keiner ist mir gleich. 10Ich verkünde von Anfang an das Ende und von alters her, was noch nicht geschehen ist, und spreche: ‚Mein Ratschluss wird bestehen, und alles, was mir gefällt, werde ich vollbringen.' 11Ich rufe einen Raubvogel vom Osten, den Mann, der meinen Ratschluss ausführt, aus fernem Land. Was ich gesagt habe, das lasse ich kommen; was ich geplant habe, das tue ich. c c v11 Der Raubvogel vom Osten ist Kyrus von Persien, der Babylon eroberte und Gottes Volk freiließ.
12„Hört auf mich, ihr Hartherzigen, die ihr fern von der Gerechtigkeit seid: 13Ich bringe meine Gerechtigkeit nahe — sie ist nicht fern —, und mein Heil wird nicht säumen. Ich schenke Heil in Zion, meine Herrlichkeit für Israel.“