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♥ Rezensionen

Jesaja 1

Buch

Die Vision Jesajas

Kapitel 1.

Die Vision Jesajas, des Sohnes des Amoz, über Juda und Jerusalem in den Tagen Usijas, Jothams, Ahas' und Hiskias, der Könige von Juda.

Höret, ihr Himmel, und horche auf, du Erde, denn unser Vater im Himmel hat gesprochen: „Kinder habe ich großgezogen und emporgebracht, doch sie haben sich gegen mich empört.

Ein Volk, das seinen Vater vergaß

„Der Ochse kennt seinen Besitzer, und der Esel die Krippe seines Herrn, aber Israel erkennt nicht, mein Volk versteht nicht. Wehe, sündiges Volk, ein Volk, beladen mit Schuld, Brut von Übeltätern, Kinder, die verderbt handeln! Sie haben unseren Vater verlassen, sie haben den Heiligen Israels verschmäht — unseren Vater — sie haben ihm den Rücken gekehrt und sind davongegangen. a a v4 Der Heilige Israels ist die charakteristische Bezeichnung des Propheten Jesaja für unseren Vater. Sie erscheint mehr als zwanzigmal in seinem Buch — sie nennt den Vater als den Heiligen, der sich durch einen Bund an ein Volk gebunden hat, das ihn oft vergisst. Warum wollt ihr euch weiter schlagen lassen? Warum verharrt ihr im Aufruhr? Der ganze Kopf ist krank, und das ganze Herz ist matt. Von der Fußsohle bis zum Scheitel ist keine gesunde Stelle — nur Wunden, Striemen und offene Geschwüre, nicht gereinigt, nicht verbunden, nicht mit Öl gelindert. Euer Land ist verwüstet, eure Städte sind mit Feuer verbrannt; vor euren Augen fressen Fremde eure Felder — eine Verwüstung, umgestürzt von Fremden. Und die Tochter Zion ist übrig geblieben wie eine Hütte im Weinberg, wie ein Wachthäuschen im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt. b b v8 Erntewächter bauten sich vorübergehende Hütten auf den Feldern; nach der Ernte standen sie leer — ein Bild einsamer Verlassenheit.

Hätte der Vater der himmlischen Heerscharen uns nicht einige Überlebende gelassen, so wären wir wie Sodom geworden, wir wären wie Gomorra gewesen.

Höret das Wort unseres Vaters, ihr Herrscher von Sodom! Vernehmt die Weisung unseres Vaters, ihr Volk von Gomorra!

„Was sollen eure endlosen Opfer mir?", spricht unser Vater. „Ich bin satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastkälber; ich habe kein Gefallen am Blut von Stieren und Lämmern und Böcken. Wenn ihr kommt, um vor mir zu erscheinen, wer hat das von euch verlangt — dieses Zertreten meiner Vorhöfe? Bringt nicht länger sinnlose Opfergaben! Euer Räucherwerk ist mir ein Gräuel. Neumonde, Sabbate, das Ausrufen der Versammlungen — ich kann Bosheit nicht ertragen, vermischt mit euren Festversammlungen. c c v13 Der Neumond war ein monatliches Fest, das den Beginn jedes Monats mit Opfern und Ruhe kennzeichnete. Eure Neumonde und eure Festzeiten hasst meine Seele; sie sind zur Last geworden mir — ich bin es müde, sie zu tragen. Wenn ihr eure Hände zum Gebet ausbreitet, verberge ich meine Augen vor euch; auch wenn ihr viele Gebete sprecht, höre ich nicht zu. Eure Hände sind voller Blut. Wascht euch, reinigt euch! Schafft eure bösen Taten mir aus den Augen; hört auf, Unrecht zu tun. Lernt Gutes zu tun; trachtet nach Recht, weist den Unterdrücker zurecht. Verschafft dem Waisen Recht, tretet ein für die Witwe. „Kommt nun, lasst uns dies miteinander bereinigen", spricht unser Vater. „Wenn eure Sünden auch scharlachrot sind, so sollen sie weiß werden wie Schnee; wenn sie auch rot sind wie Purpur, so sollen sie wie Wolle werden. Wenn ihr willig seid und gehorcht, so sollt ihr das Gute des Landes essen; weigert ihr euch aber und lehnt euch auf, so werdet ihr vom Schwert gefressen. Denn der Mund unseres Vaters hat gesprochen."

Die treue Stadt

Wie ist die treue Stadt zur Hure geworden! Einst war sie voll des Rechts; Gerechtigkeit wohnte in ihr — nun aber Mörder. Dein Silber ist zu wertloser Schlacke geworden, dein edler Wein mit Wasser verdünnt. Deine Herrscher sind Aufrührer, Genossen von Dieben; sie alle lieben Bestechung und jagen nach Geschenken. Sie verschaffen dem Waisen kein Recht, und die Sache der Witwe kommt nicht vor sie.

Darum spricht der herrschende Vater, der Vater der himmlischen Heerscharen, der Mächtige Israels — unser Vater: Wehe, ich will mir Erleichterung von meinen Widersachern verschaffen und Gericht halten über meine Feinde. d d v24 Der Mächtige Israels ist einer der zusammengesetzten Namen Jesajas für unseren Vater — er nennt seine Stärke zugunsten seines Volkes. Zusammen mit zwei weiteren Titeln gestapelt, nennt dieser Vers unseren Vater in seiner Fülle, wie er sich erhebt, um zu handeln. Ich will meine Hand gegen dich wenden; ich will deine Schlacke wie mit Lauge ausschmelzen und all deine Unreinheiten hinwegnehmen. Ich will dir deine Richter wiedergeben wie vormals und deine Ratgeber wie am Anfang. Danach wirst du genannt werden Stadt der Gerechtigkeit, treue Stadt. Zion wird durch Recht erlöst werden, und ihre Umkehrenden durch Gerechtigkeit. Aber die Aufrührer und Sünder werden miteinander zerbrochen, und die unseren Vater verlassen, werden vernichtet. Ihr werdet zuschanden werden an den heiligen Eichen, an denen ihr eure Lust hattet; ihr werdet erröten über die Gärten, die ihr erwählt habt. Denn ihr werdet sein wie eine Eiche, deren Blätter verwelken, wie ein Garten ohne Wasser. Der Starke wird zu Zunder werden und sein Werk zum Funken; beide werden miteinander brennen, und niemand wird sie löschen.

A young man reading the Father's Heart Bible print edition in a coffee shop Jetzt gedruckt

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