Rückkehr zu unserem Vater
Das Umkehrlied des Volkes eröffnet es, denn er hat uns zerrissen und wird uns heilen, aber unser Vater antwortet, dass ihre Liebe eine Morgenwolke ist, die sich bis zum Mittag auflöst. Was er will, ist Bundesliebe und ihn zu erkennen, nicht Opfer. Dann Priester, die Reisende morden.
6 1„Kommt, lasst uns zurückkehren zu unserem Vater; denn er hat uns zerrissen, damit er uns heilen kann; er hat uns niedergeschlagen, und er wird unsere Wunden verbinden. a a v1 Das Verwunden durch unseren Vater ist niemals das letzte Wort — er zerreißt nur, um zu heilen, und schlägt nur, um zu verbinden. Seine Züchtigung zielt darauf ab, seine Kinder heimzubringen. 2Nach zwei Tagen wird er uns wieder lebendig machen; am dritten Tag wird er uns aufrichten, damit wir vor ihm leben können. b b v2 Das Aufrichten am dritten Tag weist voraus auf Jesus, der am dritten Tag auferweckt wurde, damit wir vor unserem Vater leben (1. Korinther 15,4). 3Lasst uns erkennen, lasst uns danach streben, unseren Vater zu erkennen. Er tritt hervor so gewiss wie die Morgenröte; er wird zu uns kommen wie der Regen, wie der Frühjahrsregen, der die Erde tränkt.
4„Was soll ich mit dir tun, Ephraim? Was soll ich mit dir tun, Juda? Eure Liebe ist wie eine Morgenwolke, wie der Tau, der früh vergeht. 5Darum habe ich sie niedergehauen durch die Propheten; ich habe sie getötet durch die Worte meines Mundes, und mein Gericht geht hervor wie das Licht. 6Denn ich habe Gefallen an der Bundesliebe und nicht am Opfer, an der Erkenntnis unseres Vaters mehr als an Brandopfern. c c v6 Jesus zitierte diesen Vers zweimal — „Ich will Barmherzigkeit und nicht Opfer“ (Matthäus 9,13; 12,7) —, um zu zeigen, dass unser Vater sich danach sehnt, erkannt und geliebt zu werden, und nicht bloß mit Opfern bedient zu werden. 7Aber wie Adam haben sie den Bund gebrochen; dort haben sie treulos an mir gehandelt. 8Gilead ist eine Stadt von Übeltätern, gezeichnet mit blutigen Fußspuren. 9Wie Räuber einem Opfer auflauern, so mordet die Schar der Priester auf dem Weg nach Sichem; ja, sie begehen schändliche Verbrechen. 10Im Haus Israel habe ich Schreckliches gesehen: Dort ist Ephraims Hurerei; Israel ist unrein geworden.
11„Auch für dich, Juda, ist eine Ernte bestimmt, wenn ich das Geschick meiner Kinder wende.“