Das Zeichen der Barmherzigkeit des Vaters
Sechs Männer mit Waffen werden von unserem Vater herbeigerufen, und einer, in Leinen gekleidet und mit einem Schreibzeug, zeichnet die Stirnen aller, die über das Böse der Stadt trauern. Die Übrigen werden erschlagen, angefangen beim Heiligtum. Hesekiel fällt auf sein Angesicht und fragt, ob überhaupt jemand übrig bleiben wird.
9 1Dann rief er vor meinen Ohren mit lauter Stimme: „Kommt herbei, ihr Aufseher der Stadt, jeder mit seiner Waffe der Zerstörung in der Hand!“
2Sechs Männer kamen vom oberen Tor her, das nach Norden weist, jeder mit einer tödlichen Waffe in der Hand; unter ihnen ein Mann, in Leinen gekleidet, mit einem Schreibzeug an seiner Seite. Sie kamen und stellten sich neben den bronzenen Altar.
3Die Herrlichkeit unseres Vaters erhob sich von dem Cherub, über dem sie geruht hatte, hin zur Schwelle des Hauses. Und er rief dem Mann zu, der in Leinen gekleidet war und das Schreibzeug an seiner Seite hatte.
4Und unser Vater sprach zu ihm: „Geh mitten durch die Stadt Jerusalem und mache ein Zeichen an die Stirn der Menschen, die seufzen und stöhnen über alle Gräuel, die dort verübt werden.“ a a v4 Die zur Rettung Gezeichneten sind jene, deren Herz über die Sünde um sie her zerbricht — unser Vater verschont und versiegelt die Kinder, die betrübt sind über das, was ihn betrübt.
5Zu den anderen sprach er vor meinen Ohren: „Geht hinter ihm her durch die Stadt und schlagt zu! Euer Auge soll nicht verschonen, und ihr sollt kein Mitleid zeigen. 6Alte Männer, junge Männer, junge Frauen, Kinder und Frauen — tötet sie alle! Doch rührt niemanden an, der das Zeichen trägt. Fangt bei meinem Heiligtum an!“ Da fingen sie bei den Ältesten an, die vor dem Haus waren.
7Dann sprach er zu ihnen: „Macht das Haus unrein, füllt die Vorhöfe mit den Erschlagenen. Geht hinaus!“ Da gingen sie hinaus und schlugen die Menschen in der Stadt nieder.
8Während sie zuschlugen, blieb ich allein zurück. Ich fiel auf mein Angesicht und schrie: „Ach, allmächtiger Vater! Willst du den ganzen Rest Israels vernichten, indem du deinen Zorn über Jerusalem ausgießt?“
9Da sprach er zu mir: „Die Schuld des Hauses Israel und Juda ist überaus groß. Das Land ist voll Blutvergießen und die Stadt voll Unrecht, denn sie sagen: ‚Gott hat das Land verlassen; Gott sieht es nicht.‘ 10Ich aber werde sie nicht verschonen und kein Mitleid haben. Ich will ihr Tun auf ihren eigenen Kopf bringen.“
11Dann berichtete der Mann, der in Leinen gekleidet war und das Schreibzeug an seiner Seite hatte: „Ich habe getan, wie du mir befohlen hast.“