Der Vater richtet den Götzendienst
Hesekiel weissagt den Bergen Israels, wo die Höhen und Altäre stehen, und ihm wird gesagt, die Erschlagenen würden zwischen ihren eigenen Götzen fallen. Doch ein Rest überlebt unter den Völkern und erinnert sich an unseren Vater und verabscheut sich selbst für das, was er getan hat.
6 1Das Wort unseres Vaters erging an mich:
2Menschensohn, wende dich und richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und weissage gegen sie. 3Sprich: Ihr Berge Israels, hört das Wort des Herrn, des Vaters. So spricht der Herr, der Vater, zu den Bergen und Hügeln, zu den Schluchten und Tälern: Siehe, ich lasse das Schwert über euch kommen und will eure Höhen vernichten. a a v3 Höhen waren Heiligtümer auf Hügeln, wo Israel heidnischen Götzendienst trieb. 4Eure Altäre sollen verwüstet und eure Räucheraltäre zerschlagen werden, und ich will eure Erschlagenen vor eure Götzen hinwerfen. 5Ich will die Leichen der Israeliten vor ihre Götzen legen und eure Gebeine rings um eure Altäre streuen. 6Wo immer ihr wohnt, sollen die Städte in Trümmern liegen und die Höhen verwüstet werden, damit eure Altäre zerstört und verödet sind, eure Götzen zerschlagen und vernichtet, eure Räucheraltäre umgehauen und alles, was ihr gemacht habt, ausgelöscht wird. 7Erschlagene sollen in eurer Mitte fallen, und ihr werdet erkennen, dass ich euer Vater bin.
8Doch ich will einen Rest übrig lassen: Einige werden dem Schwert entrinnen unter den Völkern, wenn ihr in die Länder zerstreut werdet. 9Dann werden eure Entronnenen sich an mich erinnern unter den Völkern, wohin sie gefangen weggeführt sind — wie ich zerbrochen wurde durch ihr treuloses Herz, das sich von mir abwandte, und durch ihre Augen, die ihren Götzen nachhurten. Und sie werden sich selbst verabscheuen wegen des Bösen, das sie getan haben, wegen all ihrer abscheulichen Taten. b b v9 Unser Vater sagt, dass sein eigenes Herz durch die Untreue seiner Kinder zerbrochen wurde — das Gericht hier entspringt verwundeter Liebe, nicht kalter Ablehnung. 10Und sie werden erkennen, dass ich ihr Vater bin; nicht umsonst habe ich ihnen dieses Unheil angedroht.
11So spricht der Herr, der Vater: Klatsche in die Hände und stampfe mit dem Fuß und rufe: „Wehe!“ über all die bösen, abscheulichen Taten des Hauses Israel; denn sie werden durch Schwert, Hunger und Pest fallen. 12Wer fern ist, wird an der Pest sterben, wer nahe ist, wird durchs Schwert fallen, und wer übrig bleibt und verschont ist, wird vor Hunger sterben. So will ich meinen Zorn an ihnen stillen. 13Dann werdet ihr erkennen, dass ich euer Vater bin, wenn ihre Erschlagenen mitten unter ihren Götzen liegen, rings um ihre Altäre, auf jedem hohen Hügel, auf allen Berggipfeln, unter jedem grünen Baum und jeder dichtbelaubten Eiche — dort, wo sie all ihren Götzen wohlriechenden Weihrauch darbrachten. 14Und ich will meine Hand gegen sie ausstrecken und das Land zur Wüste und Öde machen, von der Wüste bis nach Ribla, wo immer sie wohnen. Dann werden sie erkennen, dass ich ihr Vater bin.