Unser Vater spricht den Bergen Hoffnung zu
Hesekiel redet zum Land selbst: Berge, die von den Völkern verspottet wurden, werden wieder bebaut und bevölkert sein. Unser Vater sagt unverblümt, dass er um seines eigenen Namens willen handelt, nicht wegen ihres Verdienstes, mit reinem Wasser, einem fleischernen Herzen statt einem steinernen und seinem Geist in ihnen.
36 1Und du, Menschenkind, weissage über die Berge Israels und sprich: Ihr Berge Israels, hört das Wort unseres Vaters! 2So spricht der allmächtige Vater: Weil der Feind über euch gesagt hat: „Ha! Die ewigen Höhen gehören nun uns“, 3darum weissage und sprich: So spricht der allmächtige Vater: Weil man euch verwüstet und von allen Seiten zertreten hat, sodass ihr zum Besitz der übrigen Völker geworden seid und ins Gerede und in die Verleumdung der Leute gekommen seid,
4darum, ihr Berge Israels, hört das Wort des allmächtigen Vaters. So spricht der allmächtige Vater zu den Bergen und Hügeln, den Schluchten und Tälern, den verödeten Trümmern und verlassenen Städten, die zur Beute und zum Spott für die übrigen Völker ringsumher geworden sind:
5darum spricht der allmächtige Vater: In meinem brennenden Eifer habe ich geredet gegen die übrigen Völker und ganz Edom, die sich mit ganzem Herzen und voller Verachtung mein Land als Besitz genommen haben, um seine Weide zu plündern. 6Darum weissage über das Land Israel und sprich zu den Bergen und Hügeln, den Schluchten und Tälern: So spricht der allmächtige Vater: In meinem Eifer und Zorn habe ich geredet, weil ihr die Schmähungen der Völker getragen habt. 7Darum spricht der allmächtige Vater: Ich habe meine Hand zum Schwur erhoben — die Völker rings um euch her sollen ihre eigene Schmach tragen.
8Ihr aber, Berge Israels, werdet eure Zweige austreiben und Frucht tragen für mein Volk Israel; denn bald werden sie heimkehren. 9Denn ich bin für euch, und ich wende mich euch zu; ihr sollt bearbeitet und besät werden. 10Ich will Menschen auf euch zahlreich machen, das ganze Haus Israel, insgesamt. Die Städte sollen wieder bewohnt und die Trümmer aufgebaut werden. 11Ich will Menschen und Tiere auf euch zahlreich machen; sie sollen sich mehren und fruchtbar sein. Ich will euch wieder bewohnen lassen wie in früheren Zeiten und euch mehr Gutes tun als je zuvor. Dann werdet ihr erkennen, dass ich euer Vater bin. 12Ich will Menschen auf euch wandeln lassen, meine Kinder Israel; sie sollen euch besitzen, und ihr sollt ihr Erbteil sein, und ihr sollt sie nie mehr kinderlos machen.
13So spricht der allmächtige Vater: Weil man zu euch sagt: „Du frisst Menschen und beraubst dein Volk seiner Kinder“, 14darum sollst du nicht mehr Menschen fressen noch dein Volk seiner Kinder berauben, spricht der allmächtige Vater. 15Ich will dich nicht mehr die Schmähungen der Völker hören lassen; du sollst die Schmach der Völker nicht mehr tragen und dein Volk nicht mehr zu Fall bringen, spricht der allmächtige Vater.
16Das Wort unseres Vaters erging an mich:
17Menschenkind, als das Haus Israel in seinem eigenen Land wohnte, machten sie es unrein durch ihren Wandel und ihre Taten. Ihr Wandel vor mir war wie die Unreinheit einer Frau in ihrer monatlichen Zeit. 18Da goss ich meinen Zorn über sie aus wegen des Blutes, das sie im Land vergossen hatten, und weil sie es mit ihren Götzen unrein gemacht hatten. 19Ich zerstreute sie unter die Völker und versprengte sie in die Länder; nach ihrem Wandel und ihren Taten richtete ich sie. 20Aber unter den Völkern, wohin sie kamen, entweihten sie meinen heiligen Namen, denn man sagte von ihnen: „Das ist das Volk des HERRN, und doch mussten sie aus seinem Land ziehen.“ 21Doch mir lag an meinem heiligen Namen, den das Haus Israel entweiht hatte unter den Völkern, wohin sie kamen.
22Darum sage zum Haus Israel: So spricht der allmächtige Vater: Nicht um euretwillen handle ich, Haus Israel, sondern um meines heiligen Namens willen, den ihr entweiht habt unter den Völkern, wohin ihr gekommen seid. 23Ich will meinen großen Namen wieder heilig machen, der unter den Völkern entweiht ist, den ihr unter ihnen entweiht habt. Dann werden die Völker erkennen, dass ich der Vater bin, spricht der allmächtige Vater, wenn ich mich an euch vor ihren Augen als heilig erweise.
24Denn ich will euch aus den Völkern holen und euch aus allen Ländern sammeln und euch in euer eigenes Land bringen. 25Ich will reines Wasser über euch sprengen, dass ihr rein werdet; von all eurer Unreinheit und von allen euren Götzen will ich euch reinigen. 26Ich will euch ein neues Herz und einen neuen Geist in euch geben. Ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein fleischernes Herz geben. 27Ich will meinen Geist in euch geben und will bewirken, dass ihr in meinen Geboten wandelt und meine Rechte bewahrt und danach tut. 28Ihr sollt in dem Land wohnen, das ich euren Vätern gegeben habe, und ihr sollt meine Kinder sein, und ich will euer Vater sein. 29Ich will euch von all eurer Unreinheit erretten und will das Korn herbeirufen und es mehren und keine Hungersnot über euch kommen lassen. 30Ich will die Früchte der Bäume und den Ertrag des Feldes mehren, damit ihr nie wieder die Schmach des Hungers unter den Völkern tragen müsst.
31Dann werdet ihr an euren bösen Wandel und an eure Taten denken, die nicht gut waren, und ihr werdet euch selbst verabscheuen wegen eurer Sünden und eurer Gräuel. 32Nicht um euretwillen handle ich, spricht der allmächtige Vater — das sollt ihr wissen. Schämt euch und errötet über euren Wandel, Haus Israel!
33So spricht der allmächtige Vater: An dem Tag, da ich euch von allen euren Sünden reinige, will ich die Städte wieder bewohnen lassen und die Trümmer aufbauen. 34Das verödete Land soll bebaut werden, statt wüst dazuliegen vor den Augen aller, die vorübergehen. 35Und man wird sagen: „Dieses verödete Land ist geworden wie der Garten Eden, und die zerstörten, verödeten und niedergerissenen Städte sind nun befestigt und bewohnt.“ 36Dann werden die Völker, die rings um euch übrig geblieben sind, erkennen, dass ich, der Vater, aufgebaut habe, was niedergerissen war, und bepflanzt habe, was verwüstet war. Ich, euer Vater, habe es gesagt und werde es auch tun.
37So spricht der allmächtige Vater: Auch darum will ich mich vom Haus Israel bitten lassen, dass ich es für sie tue: Ich will ihre Menschen zahlreich machen wie eine Herde. 38Wie die geheiligte Herde, wie die Herde Jerusalems an ihren Festen, so sollen die zerstörten Städte voll von Menschenherden werden. Dann werden sie erkennen, dass ich euer Vater bin.