Der Vater entlarvt die falschen Propheten
Propheten, die sich ihre eigenen Visionen ausdenken, sind das Ziel. Sie rufen Frieden, wo keiner ist, und übertünchen eine morsche Mauer, die unser Vater in einem Sturm niederzureißen verspricht. Frauen, die Zauberbänder um Handgelenke binden, um Menschen zu fangen, wird gesagt, dass die Bänder abgerissen werden.
13 1Das Wort unseres Vaters kam zu mir:
2„Menschensohn, weissage gegen die Propheten Israels, die weissagen, und sprich zu denen, die aus ihrem eigenen Herzen weissagen: Hört das Wort unseres Vaters! 3So spricht der souveräne Vater: Wehe den törichten Propheten, die ihrem eigenen Geist folgen und doch nichts geschaut haben! 4Israel, deine Propheten sind wie Füchse in den Trümmern. 5Ihr seid nicht in die Breschen hinaufgestiegen und habt keine Mauer für das Haus Israel gebaut, damit es standhalte im Kampf am Tag unseres Vaters. 6Sie schauen falsche Visionen und lügnerische Wahrsagerei und sagen: ‚Gott spricht‘, obwohl unser Vater sie nicht gesandt hat – und doch erwarten sie, dass ihr Wort in Erfüllung gehe. a a v6 Diese Propheten rufen den Namen des Vaters über Worte an, die er nie gegeben hat – ein gefälschter Anspruch auf seine Autorität, nicht seine wahre Stimme. 7Habt ihr nicht eine falsche Vision geschaut und lügnerische Wahrsagerei geredet, als ihr sagtet: ‚Unser Vater spricht‘, obwohl ich nie geredet habe?
8Darum, so spricht der souveräne Vater: Weil ihr Falschheit geredet und Lügen geschaut habt, darum bin ich gegen euch – spricht der souveräne Vater. 9Meine Hand ist gegen die Propheten, die falsche Visionen schauen und Lügen wahrsagen. Sie sollen nicht im Rat meines Volkes sein, noch im Verzeichnis Israels aufgeschrieben werden, noch in das Land Israels kommen. Dann werdet ihr erkennen, dass ich der souveräne Vater bin.
10„Ja, weil sie mein Volk in die Irre geführt haben, indem sie ‚Friede‘ riefen, wo kein Friede ist; und wenn jemand eine morsche Mauer baut, so übertünchen sie sie mit Kalk. 11Sage denen, die sie übertünchen, dass sie fallen wird. Es wird ein flutender Regen kommen, Hagelsteine werden fallen, und ein Sturmwind wird losbrechen. 12Und wenn die Mauer fällt, wird man euch nicht fragen: ‚Wo ist nun die Tünche, mit der ihr sie überstrichen habt?‘
13Darum, so spricht der souveräne Vater: In meinem Grimm lasse ich einen Sturmwind losbrechen, in meinem Zorn einen flutenden Regen, und in meiner Wut Hagelsteine zur Zerstörung. 14Ich will die Mauer niederreißen, die ihr übertüncht habt, und sie zu Boden werfen, dass ihr Fundament bloßgelegt wird. Sie wird fallen, und ihr werdet darin umkommen. Dann werdet ihr erkennen, dass ich euer Vater bin. 15So will ich meinen Zorn an der Mauer auslassen und an denen, die sie übertüncht haben. Und ich werde euch sagen: Die Mauer ist nicht mehr, und ebenso wenig die, die sie überstrichen haben. 16Das sind die Propheten Israels, die über Jerusalem weissagten und für sie Visionen des Friedens schauten, wo kein Friede war – spricht der souveräne Vater.
17„Und du, Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Frauen deines Volkes, die aus ihrem eigenen Herzen weissagen. Weissage gegen sie 18und sprich: So spricht der souveräne Vater: Wehe den Frauen, die Zauberbänder um jedes Handgelenk nähen und Schleier für Köpfe jeder Größe machen, um Seelen zu fangen! Wollt ihr die Seelen meines Volkes fangen und eure eigenen am Leben erhalten? 19Ihr habt mich bei meinem Volk entweiht um einer Handvoll Gerste und einiger Bissen Brot willen, indem ihr Seelen tötet, die nicht sterben sollten, und Seelen am Leben lasst, die nicht leben sollten, weil ihr mein Volk belügt, das auf Lügen hört.
20Darum, so spricht der souveräne Vater: Ich bin gegen eure Zauberbänder, mit denen ihr die Seelen wie Vögel fangt. Ich will sie von euren Armen reißen und die Seelen freilassen, die ihr wie Vögel fangt. 21Ich will eure Schleier zerreißen und mein Volk aus euren Händen erretten; sie sollen nicht länger Beute in euren Händen sein. Dann werdet ihr erkennen, dass ich euer Vater bin. 22Weil ihr das Herz des Gerechten mit Lügen betrübt habt, dem ich kein Leid zugefügt hatte, und den Gottlosen ermutigt habt, dass er nicht von seinem bösen Weg umkehre, um sein Leben zu retten, 23darum sollt ihr keine falschen Visionen mehr schauen noch Wahrsagerei treiben. Ich will mein Volk aus euren Händen erretten, und ihr werdet erkennen, dass ich euer Vater bin.“