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Exodus 14

Buch

Eingeschlossen am Meer

Kapitel 14.

Da sprach unser Vater zu Mose:

„Sag den Israeliten, dass sie umkehren und sich vor Pi-Hahirot lagern sollen, zwischen Migdol und dem Meer, vor Baal-Zefon; ihm gegenüber sollt ihr euch am Meer lagern. Denn der Pharao wird von den Israeliten sagen: ‚Sie haben sich im Land verirrt, die Wüste hat sie eingeschlossen.' Ich aber will das Herz des Pharao verhärten, dass er ihnen nachjagt, und ich will mich am Pharao und an seinem ganzen Heer verherrlichen, und die Ägypter werden erkennen, dass ich der Vater bin." Und sie taten so. a a v4 Wenn die Schrift sagt, dass unser Vater das Herz des Pharao verhärtete, benennt sie sein Gericht über einen König, der sein eigenes Herz bereits gegen ihn verhärtet hatte; Paulus ringt mit demselben Geheimnis in Römer 9.

Als dem König von Ägypten gemeldet wurde, dass das Volk geflohen war, wandten sich der Pharao und seine Hofbeamten gegen es: „Was haben wir getan, dass wir Israel aus unserem Dienst haben ziehen lassen?" Da spannte er seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich. Er nahm sechshundert auserlesene Wagen und alle anderen Wagen Ägyptens, mit Befehlshabern über ihnen allen. Unser Vater verhärtete das Herz des Pharao, des Königs von Ägypten, sodass er den Israeliten nachjagte, die kühn ausgezogen waren. Die Ägypter jagten ihnen nach und holten sie ein, als sie am Meer lagerten – alle Rosse und Wagen des Pharao, seine Reiter und sein Heer –, bei Pi-Hahirot, gegenüber von Baal-Zefon.

Als der Pharao nahe kam, blickten die Israeliten auf und sahen die Ägypter hinter sich heranrücken. Von großer Furcht erfüllt, schrien sie zu unserem Vater. Und sie sagten zu Mose: „Gab es in Ägypten keine Gräber, dass du uns weggeführt hast, damit wir in der Wüste sterben? Was hast du uns angetan, dass du uns aus Ägypten herausgeführt hast? Haben wir dir nicht schon in Ägypten gesagt: ‚Lass uns in Ruhe, wir wollen den Ägyptern dienen'? Denn es wäre besser, ihnen zu dienen, als in der Wüste zu sterben."

Mose aber sagte zum Volk: „Fürchtet euch nicht! Steht fest und seht die Rettung, die unser Vater euch heute schenkt; denn die Ägypter, die ihr heute seht, werdet ihr nie wieder sehen, in Ewigkeit nicht. Unser Vater wird für euch kämpfen, und ihr müsst nur still sein."

Da sprach unser Vater zu Mose: „Was schreist du zu mir? Sag den Israeliten, dass sie weiterziehen sollen. Hebe deinen Stab und strecke deine Hand über das Meer aus und teile es, damit die Israeliten mitten durch das Meer auf trockenem Boden gehen. Ich aber, ich verhärte das Herz der Ägypter, sodass sie ihnen hineinfolgen; und ich will mich am Pharao verherrlichen, an seinem ganzen Heer, an seinen Wagen und an seinen Reitern. Die Ägypter werden erkennen, dass ich der Vater bin, wenn ich mich am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern verherrliche."

Der Bote unseres Vaters, der vor dem Heer Israels herzog, brach auf und trat hinter sie; und die Wolkensäule vor ihnen brach auf und stellte sich hinter sie. Sie kam zwischen das Heer der Ägypter und das Heer Israels – Wolke und Finsternis –, und doch erleuchtete sie die Nacht, sodass keiner dem andern nahekam die ganze Nacht.

Mose streckte seine Hand über das Meer aus. Und unser Vater trieb das Meer die ganze Nacht durch einen starken Ostwind zurück und machte es zu trockenem Land. Und die Wasser teilten sich. Und die Israeliten gingen mitten durch das Meer auf trockenem Boden, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. Die Ägypter aber jagten ihnen nach und zogen hinein, mitten ins Meer – alle Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter. Kurz vor Tagesanbruch blickte unser Vater in der Feuer- und Wolkensäule auf das Heer der Ägypter herab und brachte das Heer der Ägypter in Verwirrung. Er hemmte die Räder ihrer Wagen und machte, dass sie nur mit Mühe vorankamen. Da sagten die Ägypter: „Lasst uns vor Israel fliehen, denn Gott kämpft für sie gegen Ägypten!"

Da sprach unser Vater zu Mose: „Strecke deine Hand über das Meer aus, damit die Wasser zurückkehren über die Ägypter, über ihre Wagen und über ihre Reiter."

Mose streckte seine Hand über das Meer aus, und bei Tagesanbruch kehrte das Meer in seine volle Tiefe zurück. Die Ägypter aber flohen ihm entgegen, und unser Vater stürzte die Ägypter mitten ins Meer. Das Wasser kehrte zurück und bedeckte die Wagen und die Reiter, das ganze Heer des Pharao, das ihnen ins Meer nachgezogen war. Nicht einer von ihnen blieb übrig. Die Israeliten aber gingen mitten durch das Meer auf trockenem Boden, und die Wasser waren ihnen eine Mauer zur Rechten und zur Linken. So rettete unser Vater an jenem Tag Israel aus der Hand der Ägypter, und Israel sah die Ägypter tot am Ufer des Meeres liegen. Und Israel sah die große Macht, die unser Vater an den Ägyptern erwiesen hatte; da fürchteten sie ihn und vertrauten ihm und seinem Knecht Mose.

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