Der Vater bahnt den Weg
7 1Wenn dein Vater dich in das Land bringt, in das du ziehst, um es in Besitz zu nehmen, und viele Völker vor dir vertreibt—die Hethiter, Girgaschiter, Amoriter, Kanaaniter, Perisiter, Hiwiter und Jebusiter—sieben Völker, die größer und stärker sind als du, 2und wenn dein Vater sie dir übergibt und du sie schlägst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken. Schließe keinen Bund mit ihnen und erweise ihnen keine Gnade. 3Verschwägere dich nicht mit ihnen—gib deine Töchter nicht ihren Söhnen und nimm ihre Töchter nicht für deine Söhne. 4Denn sie werden deine Kinder von mir abbringen, sodass sie anderen Göttern dienen; dann wird der Zorn unseres Vaters gegen euch entbrennen, und er wird euch schnell vernichten. 5Sondern so sollt ihr mit ihnen verfahren: Reißt ihre Altäre nieder, zerschlagt ihre Steinmale, haut ihre Ascherapfähle um und verbrennt ihre Götzenbilder im Feuer. 6Denn du bist ein Volk, das deinem Vater heilig ist. Dein Vater hat dich erwählt aus allen Völkern auf Erden, dass du sein Volk seist, sein besonderes Eigentum. 7Nicht weil du zahlreicher wärst als andere Völker, hat dein Vater dich geliebt und erwählt—denn du bist das kleinste unter allen Völkern—, 8sondern weil dein Vater dich liebt und den Eid hält, den er deinen Vätern geschworen hat, hat er dich mit mächtiger Hand herausgeführt und dich erlöst aus dem Sklavenhaus, aus der Hand des Pharao, des Königs von Ägypten. 9So erkenne nun: Dein Vater ist unser Vater, der Treue, der den Bund und die beständige Liebe bewahrt bis ins tausendste Geschlecht denen, die ihn lieben und seine Gebote halten, 10aber denen, die ihn hassen, ins Angesicht vergilt und sie vernichtet; er zögert nicht, dem, der ihn hasst, ins Angesicht zu vergelten. 11So halte nun das Gebot—die Satzungen und die Rechte—, das ich dir heute gebiete, und tue danach.
12Und weil ihr auf diese Rechte hört, sie haltet und tut, wird dein Vater dir den Bund und die beständige Liebe bewahren, die er deinen Vätern geschworen hat. 13Er wird dich lieben, segnen und mehren; er wird die Frucht deines Leibes segnen und die Frucht deines Landes: dein Korn, deinen Most und dein Öl, den Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe—in dem Land, das er deinen Vätern geschworen hat, dir zu geben. 14Du wirst gesegnet sein vor allen Völkern. Es wird niemand unter dir unfruchtbar sein, weder Mann noch Frau, auch nicht unter deinem Vieh. 15Dein Vater wird alle Krankheit von dir nehmen und dir keine der schlimmen Seuchen Ägyptens auflegen, die du kennst, sondern er wird sie über alle bringen, die dich hassen. 16Du wirst alle Völker vertilgen, die dein Vater dir gibt. Dein Auge soll ihrer nicht schonen, und du sollst ihren Göttern nicht dienen—das würde dir zur Falle. 17Wenn du aber in deinem Herzen sagst: „Diese Völker sind größer als ich; wie kann ich sie vertreiben?“, 18so fürchte dich nicht vor ihnen. Denke gut daran, was dein Vater dem Pharao und ganz Ägypten getan hat: 19an die großen Prüfungen, die deine Augen gesehen haben, an die Zeichen und Wunder, an die starke Hand und den ausgestreckten Arm, mit denen dein Vater dich herausgeführt hat. Ebenso wird dein Vater mit allen Völkern verfahren, vor denen du dich fürchtest. 20Dazu wird dein Vater Hornissen unter sie senden, bis auch die umkommen, die übrig geblieben sind und sich vor dir verborgen haben. 21Lass dir nicht vor ihnen grauen, denn dein Vater ist in deiner Mitte, unser Vater, groß und furchtgebietend. 22Dein Vater wird diese Völker nach und nach vor dir vertreiben. Du kannst sie nicht schnell vertilgen, sonst würden sich die wilden Tiere gegen dich vermehren. 23Dein Vater wird sie dir preisgeben und sie in große Verwirrung stürzen, bis sie vernichtet sind. 24Er wird ihre Könige in deine Hand geben, und du wirst ihren Namen austilgen unter dem Himmel. Niemand wird vor dir bestehen können, bis du sie vernichtet hast. 25Die Götzenbilder ihrer Götter sollt ihr im Feuer verbrennen. Begehre nicht das Silber oder Gold an ihnen und nimm es nicht für dich, damit du nicht dadurch in eine Falle gerätst; denn es ist deinem Vater ein Gräuel. 26Bring keinen Gräuel in dein Haus, damit du nicht dem Bann verfällst wie er. Es soll dir ein Abscheu und ein Gräuel sein, denn es ist dem Bann verfallen.