Der Vater zeigt: Das Ende ist nahe
Ein Korb mit Sommerobst heißt reif, und das Ende ist gekommen. Händler, die ungeduldig auf das Ende des Sabbats warten, um mit zu kleinen Maßen zu betrügen, werden benannt. Der kommende Hunger ist keiner nach Brot, sondern danach, die Worte unseres Vaters zu hören.
8 1Dies ließ mich der souveräne Vater sehen: einen Korb mit Sommerobst.
2Er sprach: „Amos, was siehst du?“ Ich sagte: „Einen Korb mit Sommerobst.“ Da sprach unser Vater zu mir: „Das Ende ist gekommen für mein Volk Israel; ich will an ihm nicht mehr vorübergehen.“ a a v2 In der Sprache des Propheten klingen „Sommerobst“ und „das Ende“ fast gleich — die reife Frucht der Ernte wird zum Bild eines Volkes, das reif ist für das Gericht.
3„Die Lieder des Tempels werden sich an jenem Tag in Wehklagen verwandeln“, spricht der souveräne Vater. „So viele Leichen, überallhin hingeworfen—Stille!“
4Hört dies, die ihr die Bedürftigen zertretet und die Armen im Land vernichtet, 5und sprecht: „Wann ist der Neumond vorüber, damit wir Getreide verkaufen können? Wann ist der Sabbat zu Ende, damit wir den Weizenmarkt öffnen können—das Maß klein und das Gewicht groß machen und mit falscher Waage betrügen, 6die Armen für Silber zu kaufen und die Bedürftigen für ein Paar Sandalen, und den Abfall des Weizens zu verkaufen?“
7Unser Vater hat geschworen bei dem Stolz Jakobs: „Ich will keine ihrer Taten je vergessen. 8Wird nicht deswegen das Land erbeben und trauern alle, die darin wohnen? Es wird sich ganz erheben wie der Nil, aufgewühlt werden und wieder sinken wie der Nil Ägyptens. 9An jenem Tag“, spricht der souveräne Vater, „will ich die Sonne am Mittag untergehen lassen und die Erde am hellen Tag verfinstern. 10Ich will eure Feste in Trauer verwandeln und alle eure Lieder in Klagegesang. Ich will Trauerkleider um jede Hüfte legen und jedes Haupt kahl scheren. Ich will es machen wie die Trauer um einen einzigen Sohn und sein Ende wie einen bitteren Tag. 11Siehe, es kommen Tage“, spricht der souveräne Vater, „da will ich einen Hunger ins Land senden—nicht einen Hunger nach Brot, noch einen Durst nach Wasser, sondern danach, meine Worte zu hören. 12Sie werden wanken von Meer zu Meer und umherirren von Norden nach Osten, um das Wort unseres Vaters zu suchen, aber sie werden es nicht finden. 13An jenem Tag werden die schönen jungen Frauen und die jungen Männer vor Durst verschmachten. 14Die da schwören bei der Schuld Samarias, die sagen: ‚So wahr dein Gott lebt, Dan‘, und: ‚So wahr der Weg von Beerscheba lebt‘—sie werden fallen und nie wieder aufstehen.“ b b v14 Die Schuld Samarias ist das goldene Kalb, das Jerobeam in Bethel aufstellte.