Haushalter über die Geheimnisse des Vaters
Die Korinther beurteilen ihre Apostel wie Gönner, die Künstler bewerten. Paulus sagt, das einzige Urteil, das zählt, ist das Lob unseres Vaters, wenn der Herr wiederkommt, verweist auf seinen eigenen Hunger, seine Schläge und seine Heimatlosigkeit und erinnert sie daran, dass er sie im Evangelium gezeugt hat, darum schreibt er als Vater.
4 1Haltet uns für Diener Christi und Haushalter über die Geheimnisse unseres Vaters. 2Von den Haushaltern aber wird verlangt, dass sie treu erfunden werden. 3Mir aber ist es das Geringste, dass ich von euch gerichtet werde oder von einem menschlichen Gericht; ja, ich richte mich auch selbst nicht. 4Ich bin mir zwar nichts bewusst, aber darin bin ich noch nicht gerechtfertigt; der mich aber richtet, ist unser Herr Jesus. 5Darum richtet nicht vor der Zeit, bis unser Herr Jesus kommt. Er wird ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und die Absichten der Herzen offenbar machen. Dann wird ein jeder das Lob von unserem Vater empfangen.
6Brüder und Schwestern, dies habe ich um euretwillen auf mich und Apollos bezogen, damit ihr an uns lernt, nicht über das hinauszugehen, was geschrieben steht, und sich nicht aufzublähen, indem ihr den einen dem andern vorzieht. 7Denn wer gibt dir einen Vorrang? Was hast du, das du nicht empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rühmst du dich, als hättest du es nicht empfangen?
8Ihr seid schon satt geworden! Ihr seid schon reich geworden! Ohne uns seid ihr zur Herrschaft gekommen — wäre es doch so, dass ihr wirklich herrschtet, damit auch wir mit euch herrschen könnten! 9Denn ich meine, unser Vater hat uns Apostel als die Letzten hingestellt, gleichsam zum Tode verurteilt; denn wir sind ein Schauspiel geworden für die Welt, für Engel und für Menschen. 10Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christus. Wir sind schwach, ihr aber seid stark. Ihr seid geehrt, wir aber verachtet. 11Bis zu dieser Stunde leiden wir Hunger und Durst, sind in Lumpen gehüllt, werden geschlagen und haben keine Bleibe. 12Wir mühen uns ab mit unseren eigenen Händen. Beschimpft man uns, so segnen wir; verfolgt man uns, so halten wir stand. 13Verleumdet man uns, so antworten wir freundlich. Wir sind wie der Abschaum der Welt geworden, der Kehricht aller Menschen, bis zum heutigen Tag.
14Nicht um euch zu beschämen, schreibe ich dies, sondern um euch zu ermahnen als meine geliebten Kinder. 15Denn wenn ihr auch unzählige Erzieher in Christus hättet, so habt ihr doch nicht viele Väter; denn ich habe euch gezeugt in Christus Jesus durch das Evangelium. a a v15 Paulus ersetzt nicht unseren Vater; er dient als das menschliche Werkzeug, durch das unser Vater seine Kinder in die Familie hineingebiert. Das Evangelium selbst ist es, das zeugt. 16Darum ermahne ich euch: Folgt meinem Vorbild nach. 17Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, mein geliebtes und treues Kind im Herrn; er wird euch an meine Wege in Christus Jesus erinnern, wie ich sie überall in jeder Gemeinde lehre. 18Einige haben sich aufgebläht, als käme ich nicht zu euch. 19Ich werde aber bald zu euch kommen, wenn unser Herr Jesus will, und dann nicht die Worte dieser Aufgeblähten kennenlernen, sondern ihre Kraft. 20Denn das Reich unseres Vaters besteht nicht in Worten, sondern in Kraft. 21Was wollt ihr? Soll ich mit dem Stock zu euch kommen oder mit Liebe und im Geist der Sanftmut?