Die Gaben des Vaters durch den einen Geist
Die Gaben werden in eine Rangordnung gebracht. Paulus besteht darauf, dass derselbe Geist, derselbe Herr und derselbe Vater sie alle wirken und dass ein Leib gerade seine unscheinbaren Glieder am nötigsten braucht. Unser Vater hat jedes Glied dorthin gesetzt, wohin er wollte, damit keiner sagen kann: Ich brauche dich nicht.
12 1Was aber die Gaben des Geistes betrifft, Brüder und Schwestern, so will ich euch nicht in Unwissenheit lassen. 2Ihr wisst: Als ihr den Vater noch nicht kanntet, ließt ihr euch verführen zu den stummen Götzen, wohin man euch auch trieb. 3Darum tue ich euch kund: Niemand, der durch den Heiligen Geist redet, sagt: „Verflucht sei Jesus“, und niemand kann sagen: „Jesus ist der Herr“, außer durch den Heiligen Geist.
4Es sind verschiedene Gaben, aber es ist derselbe Geist. 5Und es sind verschiedene Dienste, aber es ist derselbe Herr. 6Und es sind verschiedene Wirkungen, aber es ist derselbe Vater, der alles in allen wirkt. a a v6 Hier nennt Paulus alle drei Personen zusammen — denselben Geist, denselben Herrn Jesus und denselben Vater — jeden am Werk in der einen Familie der Gaben. 7Einem jeden aber wird die Offenbarung des Heiligen Geistes gegeben zum Nutzen aller. 8Dem einen gibt der Geist ein Wort der Weisheit, dem anderen ein Wort der Erkenntnis durch denselben Geist, 9einem anderen Glaube in demselben Geist, einem anderen die Gabe, gesund zu machen, in dem einen Geist, 10einem anderen das Wirken von Wundern, einem anderen prophetische Rede, einem anderen die Unterscheidung der Geister, einem anderen mancherlei Zungenrede, einem anderen die Auslegung der Zungenrede. 11Dies alles aber wirkt ein und derselbe Geist und teilt einem jeden das Seine zu, wie er will.
Ein Leib, viele Glieder
12Denn wie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, alle Glieder des Leibes aber, obwohl sie viele sind, einen Leib bilden — so ist es auch mit Christus. 13Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leib getauft, wir seien Juden oder Griechen, Sklaven oder Freie, und sind alle mit einem Geist getränkt worden.
14Denn auch der Leib besteht nicht aus einem Glied, sondern aus vielen. 15Wenn der Fuß spräche: „Weil ich keine Hand bin, gehöre ich nicht zum Leib“ — gehört er darum doch zum Leib. 16Und wenn das Ohr spräche: „Weil ich kein Auge bin, gehöre ich nicht zum Leib“ — gehört es darum doch zum Leib. 17Wäre der ganze Leib Auge, wo bliebe das Gehör? Wäre er ganz Ohr, wo bliebe der Geruch? 18Nun aber hat unser Vater die Glieder eingesetzt, ein jedes von ihnen im Leib, so wie er es gewollt hat. 19Wären sie aber alle ein einziges Glied, wo bliebe der Leib? 20Nun aber sind es viele Glieder, doch nur ein Leib. 21Das Auge kann nicht zur Hand sagen: „Ich brauche dich nicht“, noch wiederum das Haupt zu den Füßen: „Ich brauche euch nicht.“ 22Vielmehr sind gerade die Glieder des Leibes, die schwächer scheinen, unentbehrlich. 23Und die Glieder des Leibes, die wir für weniger ehrbar halten, umgeben wir mit umso größerer Ehre; und unsere unanständigen Glieder behandeln wir mit umso größerer Sittsamkeit, 24deren unsere anständigen Glieder nicht bedürfen. Aber unser Vater hat den Leib zusammengefügt und dem geringeren Glied umso größere Ehre gegeben, 25damit es keine Spaltung im Leib gebe, sondern die Glieder in gleicher Weise füreinander sorgen. 26Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
27Ihr aber seid der Leib Christi und ein jeder für seinen Teil ein Glied davon. 28Und in der Gemeinde hat unser Vater eingesetzt erstens die Apostel, zweitens die Propheten, drittens die Lehrer, danach die Wunderkräfte, dann die Gaben, gesund zu machen, das Helfen, das Leiten und mancherlei Zungenrede. 29Sind etwa alle Apostel? Sind etwa alle Propheten? Sind etwa alle Lehrer? Wirken etwa alle Wunder? 30Haben etwa alle die Gaben, gesund zu machen? Reden etwa alle in Zungen? Können etwa alle auslegen? 31Strebt aber nach den größeren Gaben. Und ich will euch einen noch weit besseren Weg zeigen.